Indien



NAMASTE !!

(Xer- Versuch, moegen die Goetter milde sein... haet jo gnuag Goetter in India :-)

15. September 2008

....es ist soweit, es gibt kein zurueck mehr..

der Rucksack war gepackt, alles ging sehr schnell und schon sassen wir am Flughafen und assen noch ein "Birchermuesli", Curry-Broetli  (no comment, smile ) und tranken ein gutes, kaltes Rivella :-)
Wir waren ziemlich neugierig, was fuer Leute werden uns auf dem Terminal E erwarten ?
Touristen, Hippies, Yogis, Einheimische ?
Erstaunlicherweise gab es fast nur Inder, und wir mussten im Flug auch schon unseren ersten Haertetest betreffend Geruch bestehen :-)

Der Flug verlief ansonsten ziemlich ruhig und ohne Probleme und nach gut 8h kamen wir in Delhi an - WELCOME IN INIDA !!
Ich (Rosy) muss gestehen, ich war nun ziemlich nervoes, die Stadt schien riesig zu sein und die Lichter leuchteten hell und weit in dieser Vollmondnacht...

Nachdem wir unser Gepaeck wieder  hatten, suchten wir unseren Hotelboy in der Hoffnung, man moege uns nicht vergessen haben - aber da stand er auch schon, Tarun ist sein Name, jung, klein und frech :-)

Und schon geschah der 1. Patzer von Rosy, smile
In Indien herrscht linksverkehr, Tarun bringt uns zu seinem Wagen und verstaute die Rucksaecke darin, und schon sass Rosy vor dem Lenkrad...
ups, falsche Seite, peinlich, peinlich, aber ich ueberliess das Fahren gerne dem Driver...
Die Fahrt verlief ziemlich lustig, unser Driver fragte uns regelrecht aus, wobei sein Englisch fuer uns wie ein Ratespiel war... :-)
Auf eine Gegenfrage von uns, ob er verheiratet sei (UEBLICHE UND WICHTIGE FRAGE DER INDER :-) antortete er mit einem breiten Grinsen im Gesicht: ENJOYING LIFE !! sosooooo.......smile
Die Fahrt war ziemlich eindruecklich, wir erhielten einen Einblick auf den "normalen" Strassenverkehr Indiens: ALLES ist auf der Strasse zu finden, natuerlich Autos, Lastwagen, mutige Fahrradfahrer, TukTuk, Rikschhas, Kuehe, Schweine, Hunde und und und...
Aber das wichtigste ist und bleibt DIE HUPE !!! Um auf den Strassen Indiens ueberleben zu koennen braucht es eine HUPE, Bremsen und Glueck !! 

16. September 2008

WELCOME TO INDIA, WELCOME TO DELHI

Wir erwachen nach wenigen Stunden in unserer neuen Bleibe - tosendes Hupen begleitet uns in die fruehen Morgenstunden, in der Ferne hallt ein "SingSang" eines Priesters, Hunde bellen und streiten sich...Indien scheint nie zu schlafen, oder liegt es nur an Delhi ?

Schnell sind die FlipFlops (juppie !!) uebergestuelpt und wir beschliessen erstmals zu fruestuecken - das "Restaurant" befindet sich auf dem Dach unseres Hostels und ist offen, mamma mia che caldo..... !!
Was uns sofort auffaellt (und uns noch sehr oft begleiten wird) ist, dass wir die einzigen Touristen sind....
Nun gut, der Tag hat begonnen und wir sind noch ohne Plan.... ein Stadtplan muss her !
Doch es bleibt nicht nur bei diesem Entschluss...an der Reception werden wir bereits "erwartet", nanu, wer ist denn dieser junge Herr ?
Es ist ein "Guide" ( Nici sait a SCHLEPPER, smile) und bietet uns gratis seine Dienste an (nid dia "Dienst" wo iar jetz meinen.. tsts)
Er erklaert uns hoeflich, dass er uns hilft einen Bancomaten zu finden und den Stadtplan zu besorgen, so weit so gut..
Ehe wir uns versehen, stehen wir mit unserem "geschnigeltem" Guide auf Delhis Strassen, weit und breit NUR Inder, nirgens sind "Bleichgesichter" zu sehen..
Die Strassen werden immer enger, eine Gasse gleicht der anderen, der Verkehr zwaengelt sich an uns vorbei...
Das Geld ist abgehoben und wenige Minuten danach stehen wir.......vor einem indischen Reisebuero !!
Stadtplan ? den haben wir NIE erhalten, aber dafuer eine Tour durch ganz Rajasthan inkl. Auto und Driver, Dinesh, unser indischer Butler... :-) 

17. September 2008

2. Tag in Delhi - und es kommt uns vor, als seien schon Wochen vergangen... :-)
Heute morgen, nachdem wir wieder auf dem Dach gefruehstueckt haben ( Toast with Butter, salzigi Butter, brrrr... und natuerlich obligatorischa BlackTea) kam uns ueberpuenktlich unser Driver, Dinesh, mit dem Auto abholen.
Es war erst 10 Uhr, doch die Hitze war gross und die Luftfreuchtigkeit tat ihr uebriges...
Nachdem wir gestern einige Monumente in NewDelhi besichtigt haben, war der heutige Tag fuer OldDelhi geplant...
Unser Guide war sehr freundlich, doch hatten wir Muehe das indisch-english zu verstehen..
"Where are you prom?", "Ol Delhi (old)" usw.....(Pepita aus "was guckst du?" laesst gruessen :-))

Unser 1. Ziel war das Rote Fort - Dinesh liess uns am Eingang aussteigen und gab uns seine Mobile-Nr., damit wir ihn kontaktieren konnten, sobald wir mit der Besichtigung fertig waren... doch so schnell kam es nicht dazu :-)
Das Gebaude innerhalb der 2.4 km langen Aussenmauer war sehr imposant und nach ca 30min umherirren, haben wir auch den Ticket-Corner gefunden, smile
Und auch heute, wie schon gestern, war nicht klar, ob die Monumente die Attraktion des Tages waren ....oder WIR !!
manch Inder ging an uns vorbei und lachte.. (um jetz nid grad z schrieba: uslacha...)
Und immer wieder wollen die Inder ein Foto mit uns schiessen und posieren froehlich vor unserer Kamera...
Ich weiss nicht, wer mehr Fotos hat, wir von Indien, oder die Inder von uns :-))

Nach getaner Besichtigung und schweissgebadet schlendern wir wieder Richtung Ausgang.. von weitem naehert sich uns ein alter, kleiner, kraeftiger Rikscha-Fahrer und laesst uns nicht mehr weiterziehen, bis wir ihm nach langem eine "KURZE" Fahrt durch OldDelhi zusagen.....und das Abenteuer beginnt !!
Wir zwaengeln uns auf dieses Fahrgestell und murmeln ein kleines Stossgebet vor uns hin... (lieber Gott, oder Hare Krishna, wer auch immer, bitte steh uns bei :-)
Wir zwingen uns an hupende Autos vorbei, unzaehlige Mopeds ueberholen uns von allen Himmelsrichtungen aus, Schulbusse naehern sich uns gefaehrlich...
Unser Fahrer (stehend pedalend - toent jetz bloed, weiss nid wia anders schrieba, uebrigens arma Schiesser .. :-) erklaerte uns gluecklich und mit einem breiten Grinsen die jeweiligen Gebauede an den Strassenraendern.
Nach einer grossen Kurve "querein" in das Verkehrschaos, biegt unser Fahrer in eine kleine, enge Seitenstrasse ein....OldDelhi-Market / Bazar !!

Die Seitengassen sind ueberfuellt mit Menschen, Haendler aller moeglichen Waren, wir zwaengeln uns mit dem Fahrrad durch die unzaehligen Passanten, die Gassen sind oftmals so ueberfuellt, dass der Asphalt gar nicht mehr ersichtlich ist....
All diese Eindruecke, Farben, Duefte, indische Musik und typischer Kleidung kann gar nicht richtig in Worte gefasst werden - und dass wir weit und breit die einzigen Touris sind, brauch ich schon gar nicht mehr zu erwaehnen.... smile
Endlich faehrt unser Rikscha-Fahrer in einen kleinen Innenhof - wunderschoene, farbige verzierte Tueren und Haeuserfassaden leuchten kraeftig im indischen Tageslicht...
Wir naehern uns einem TuerEingang und stehen vor einem tausend alten Jain-Tempel... wir waren fasziniert und ueberwaeltigt von so viel "versteckter" Schoenheit...
Natuerlich folgten nach diesem Besuch weitere organisierte VERKAUFS-STAENDE: ein Juwelier-Geschaeft, indische Kleider und Tuecher, Pashmina-Schale und und und.... und immer nach dem Motto: only for look, only take idea, no buy..... blablabla :-)
(ok, miar gaends zuha, miar haend bereits oeppis kauft und natuerli viel, viel z tuer.... ! aber drus glernt :-)

Die Zeit verging wie im Fluge und es vergingen bereits Stunden, wir wir mit unserem Fahrer unterwegs waren....
Unser Rikscha-Fahrer brachte uns wieder auf einen Parkplatz zurueck, doch weit und breit kein Dinesh !!
Wir versuchten einige Schritte zu Fuss zu gehen und den vereinbarten Platz wieder zu finden, doch keine Chance...
Schweiss- (und Angst-)Perlen waren auf der Stirn zu sehen... doch die Goetter liessen uns nicht im Stich :-)
Ein weiterer Rikscha-Fahrer half uns aus der Patsche, doch wir standen praktisch bereits vor dem vereinbartem Ziel... :-)
Nach ca 3 Std und schlechtem Gewissen sassen wir wieder bei unserem Guide im klimatisiertem Auto, HALLELUJA !!
 
......noechsti Brichtli folgen, jetz haemmer hunger !!! uebrigens, miar haend schu z beschta italo-restaurant in ganz GOA gfunda, juppieee ......aber zu dem denn mol spoeter :-)) byebye und guat nacht

18. September 2008

..und unsere Reise beginnt.......

Der Wecker klingelte frueh, die Nacht war kurz, Dinesh der Driver holte uns puentklich um 08.00 ab...
Unser naechstes Reiseziel war Agra, ca 5h von Delhi entfernt und somit machten wir es uns gemuetlich im Auto und schliefen ein...

In Agra angekommen, brachte uns Dinesh direkt ins Hotel um einzuchecken, der 1. Eindruck war sehr beeindruckend, es schien teuer und komfortabel zu sein...doch dieser Eindruck war nur einer von vielen...... (nid nu guati ....no comment)

Nach dem Mittagessen (immer seeeehr grosse Portionen, meist schwer und oelig und bitte ohne KORIANDER smile) kam schon die naechste Ueberraschung!
Wie waers denn mit einer Ayurvedischen Massage ??
Unsere Augen leuchteten hell vor Freude, doch als wir das Massage-Studio sahen, laeuteten alle Alarm-Glocken !!!
Leider waren die Alarm-Signale doch ein wenig zu leise zu hoeren, und ehe wir uns versahen, lagen wir NACKT (!!!!!) und 2000 Rupien leichter auf einem ledrigen weiss-auch-nicht-was-fuer-ein-Gestell !!! oh mein Gott....... aber das war noch das Mildeste !!

Ich moechte euch nun nicht allzu detailliert auflisten, wie die Massage vor sich ging, doch hier nur ein kleiner Ausschnitt dieses Massakers...smile

- wir wurden ueberall mit Oel (stinkendem Oel) massiert...wir kamen uns vor wie in Oel eingelegte Sardinen
- das Oel wurde auch dort verteilt, wo man normalerweise NICHTS einmassiert, geschweige denn einoelt...... keine naehren Details... please !
ABER auch das war nicht das Schlimmste, das Beste kommt wie immer zum Schluss...

Nach ca 40min Einbalsamierung, hoere ich im Nebenraum wo Nicole war, Oel in einer Pfanne brutzeln... ich scherze noch und Frage, ob sie gleich frittiert werde, doch diese Scherzfrage wurde bittere Realitaet..

Unsere jungen, natuerlich auf Ayurveda ausgebildete Masseurinnen (....) erhitzten in einer WOK-Pfanne irgend ein stinkendes Oel, ich vermute, dies brauchten sie bereits 2 Wochen davor fuer irgendwelche Curry-Gerichte...
Nun gut, dieses erhitzte Oel hatte nun auch seinen Zweck zu erfuellen, und dies spuerten wir bald auf unserem gesamten Koerper......AUTSCH !!!

Ein Stempelkissen (natuerlich gefuellt mit esoterischen Heilkraeutern aus einem ayurvedischen Garten...... blabla) wurde im Wok ertraenkt im Oel und noch zusaetzlich erhitzt > dieses stinkende, bruetend heisse Kissen wurde dann auf unseren massakrierten Koerper geklopft....es fehlte nur noch, dass all unsere Koerperbehaarung danach noch gerupft wurde......  smile

Resultat dieser Geschichte: unsere Poren stinken immer noch nach altem, ranzigen Oel, unsere Kleider sind gar nicht mehr zu retten UND Nicole hatte im Nacken eine grosse Brandblase........ AYURVEDA, 5000 JAHRE ALTES WISSEN VOM LEBEN....... but not in AGRA !!!!! ( heul, autsch und verflucht nochmal...... wo ist der naechste Bancomat ?? smile)

Nach diesem schockierendem Erlebnis taumelten wir noch voellig eingeoelt und stinkend zu unserem Fahrer Dinesh, der uns laechelnd bereits erwartete und erwartungsvoll GOOD MAM fragte... na was wollten wir da schon antworten, nichts wie weg und zur naechsten Touristen-Attraktion !

Das naechste Erlebnis war aber wirklich ueberwaeltigend und unbeschreiblich schoen, das TajMahal !!
Es war bereist spaeter Nachmittag und bei Sonnenuntergang wird das TajMahal fuer Touristen geschlossen, und der Rundgang durch dieses Weltwunder schien viel zu kurz zu sein....

Was fuer ein Tag..

19. September 2008

unser naechstes Reiseziel, Jaipur, die rosarote Stadt.. (ganzer Tag Autofahrt)

Ereignis: UNSERE 1. SPINNE IM ZIMMER !! ( 23.00 Uhr abends: miar haend probiart zum sie mit amena Glas und Biardeckali fanga, koennts aber nid, sie isch so huara schnell und miar haend angst... smile
Isch aber nu a klieni gsi, miar haend sie denn im Zimmerli loh - einzigs Problem: immer wenn sie an dr Decki gsi isch am laufa, isch sie wieder weggspickt, will dr Ventilator so schnell gloffa isch, haha :-)))))

 20. September 2008

... und wieder stand ein laaaanger, anstrengender Tag bevor :-)
Heute morgen holte uns Dinesh um 09.00 ab und brachte uns fuer den heutigen Tag einen neuen Guide, ein 19jaehriger Student aus Jaipur und uuuuunglaublich duenn (wir staunen immer wieder ueber die duennen Maenner Indiens.... manchmal reicht der Gurt 2mal um die Taille :-)

Unser junger Guide gab sich alle Muehe uns alle Details zu erzaehlen, doch wie so oft, verstanden wir knapp die Haelfte :-)
Bei der 2. Besichtigung eines grossen Gebaeudes (Amber Fort) draengte sich ploetzlich ein anderer Guide vor, anscheinend der Onkel unseres jungen Guides.... natuerlich war es ein "autorisierter" Guide, was er auch immer wieder sehr betonte....
Von da an fing unser Dilemma an, smile..
Unser Onkel-Guide (nennen wir ihn mal Indiana Jones, er hatte denselben Hut und irgendwelche seltsame Stiefel bei 35C im Schatten... ) raubte uns noch den letzten Nerv...
Wie immer geht alles sehr schnell: ehe du dich versiehst, hast du einen stinkenden Blumenkranz um den Hals, der obligatorische rote Tupf auf der Stirn darf natuerlich auch nicht fehlen und da wir wieder mal beim Thema Gerueche waeren: ein Wattestaebchen, getunkt im seltsamen Rosenoel, wurde uns in das Ohr gesteckt...... HALLELUJA... !!!

Da all diese Prozesse natuerlich sehr viel Glueck bringen (..) und wir somit auch Gutes fuer uns und GANZ INDIEN tun, sind wir wieder einige 100 Rupien aermer und um einige Erfahrungen reicher !!
(Also wenn ich (Rosy) es nicht besser wuesste, wuerde ich behaupten, es waeren Napoletaner, smile...)

Schlussendlich haben wir all unsere Rupien verteilt, verschenkt, nachgeschmissen und ausgegeben, dass sogar unser Driver fuer das naechste Billet uns einen Vorschuss geben musste, smile....

21. September 2008

...und wieder stand uns ein neues Reiseziel bevor, Pushkar, ca 3 1/2 Std von Jaipur entfernt...
Die Landschaft schien immer "karger" zu werden, keine gruenen Waelder mehr oder Wiesen, wir naeherten uns immer mehr der Wueste, waren aber noch weit entfernt...
In Pushkar angekommen, riet uns Dinesh nicht alleine durch die Stadt zu gehen, die Leute seien hier "gefaehrlich", was so viel bedeuten sollte, wie "gierig auf Touristen mit einem Geldbeutel" - na toll, das waren ja wieder mal gute Aussichten :-)

Um 16.00 ging es wieder mit einem neuen Guide auf Stadtbesichtigung... diesmal hiess der Guide "Ricky" (ma certo..smile), 23Jahre jung, hochgewachsen und der 1. in modernen Jeans und Streifenhemd, olallaaaa (das fallt grad uf, will suss haend alli Maenner no Bundfaltahoesli ah und Stoffhemdli, wia bi ues fruehner, grins......)
Ricky brachte uns zu einem Tempel und erklaerte uns einige Rituale der Inder: das kurze Anfassen der Treppe und danach der Stirn, ein kurzes aber kraeftiges Bimmeln der Glocke welche an der Decke haengt, und eine Hand voll Blumen und Zuckerwuerfel (..) welche den Goettern (und danach den Kuehen zum Frass...) gespendet wird.
Der kurze Besuch im Tempel erfolgte friedlich im Vergleich zu anderen Touristen-Attraktionen, ABER es war ja noch nicht vorbei....

Ricky fuehrte uns danach zu einem heiligen See, welcher von den Haeusern und Tempel Pushkars umringt ist. Angeblich gibt es in Pushkar ueber 500 Tempel, zudem ist in ganz Pushkar verboten Fleisch zu essen (arms Nicali..), Alkohol zu trinken und zu rauchen...
Nun aber zu der wenigen idyllischen Seite dieser Touristenfalle... wir wurden zu einem "Priester" gefuehrt (Priester? meiner hatte eine teure Brille an, 5tage-Bart und faule Zaehne, welche sicherlich NICHT von Zigaretten waren... no comment)
Nun gut, dieser Priester fuehrte uns zu den Treppen direkt vor den See und murmelte auf uns los - wir mussten sein OHM-Gebet nachsprechen (smile, schade hab ich mich selbst nicht gesehen, irgendwelche OHM-Hindi-Gefluester nachsprechen und keinen Schimmer haben, was hier gefluestert wird..... typisch, smile), die Blumen und restlichen Zuckerwuerfel uebergeben und wieder kam der obligatorische rote Tupfer inkl. REISKOERNER auf die Stirn.
Und wieder wurden die ueblichen Fragen gestellt, wir konnten langsam alles auswendig:
- wie ist dein Name
- deine Nationalitaet (ich denke diese Frage laesst uns immer wieder negativ auffallen, wer aus der Schweiz kommt, muss sicherlich das 3fache bezahlen.... )
- wie heissen deine Geschwister 
- kein BRUDER ?? (Rosy...)
- wie heissen deine Eltern (also langsam gohts z wiet ..)
- wie heisst dein Freund oder Mann
- KEIN FREUND ??? NICHT VERHEIRATET ?? (miar fuehlen ues jedesmol wia ussaetzigi.... grins....)

Nun gut, diese Informationen werden natuerlich gebraucht, dass nun die ganze Familie zu Hause gesegnet wird, und mann schnellstmoeglich einen Mann findet und einen Sohn auf die Welt bringt... (wobi bi miar, also Rosy, das immer schu a kli kritisch agluegt wird, bin jo schu 30, smile)
Und damit diese Segnung auch die volle Wirkung vollbringen kann, braucht es dazu Geld, am liebsten haetten sie es nun in Dollar- oder Euroscheinen !!! AHA, da waeren wir wieder mal bei der heiligen Bezahlung.....
Ich hatte noch "Glueck", da ich knapp bei Kasse war und schon gar keine Dollarscheine bei mir trug... Nicole hingegen musste gaaaaaaaaaanz tief in ihre Tasche greifen (nun begriff ich auch, warum wir von Anfang an getrennt wurden :-(
Das "witzige" daran ist, man erhaelt immer noch eine offizielle Quittung fuer diesen Humbug, ach sorry, Segnung der ganze Family... na dann, auf ein glueckliches und heiles Leben, ich denke die naechsten 5 Leben waeren nun "gesichert" :-))
(Nicole wird sowieso jetzt immer nu no Glueck ha, sie isch zuadem in heiligi Kuah-Scheisse inagloffa :-))

22. September 2008

Unser freier Tag in Pushkar :-)
Keine Besichtigung auf dem Plan, kein Guide, nur wir zwei allein in Pushkar....smile
(Pushkar ist gar nicht so gefaehrlch, gefaehrlich sind nur die ach so guten "Priester", grins...)

23. September 2008


Eine lange Fahrt stand uns bevor, ca 5-6 Std nach Bikaner, welche wir meistens schlafend im Auto verbrachten.
Bevor wir Bikaner erreichten, machten wir aber noch einen Halt bei einem wichtigen Hindu-Tempel!
Nur...ausser dass wir wie immer barfuss den Tempel betreten mussten, und fuer die Schuh-Aufpasser immer noch ein kleines Noetchen parat halten mussten, gab es noch eine kleine und doch grosse Ausnahme:
Der Boden und die Waende waren uebersaeht mit RATTEN !! Angeblich "Wiedergeburten" verstorbener Seelen, natuerlich auch diese wieder heilig.. es lag ein modriger, verwester Geruch in der Luft und wir hatten riesige Angst aus Versehen auf so ein heiliges Tier zu treten !! Pfui Teufel !

Ansonsten war Bikaner eine wirklich auffaellig angenehme, schon fast chaoslose Stadt..
Am Nachmittag hatten wir dann auch unsere 1. Besichtigung eines Fort ohne Guide - wir wurden mit "Audio-Guide" ausgestattet, aehnlich einem Walkman, und konnten alle wichtigen Informationen auf DEUTSCH anhoeren, ziemlich witzig auch, wie die deutschen Woerter betont werden, hihi...

Der Abend gliech dann einem typischen Abend in der Schweiz: frisch geduscht sassen wir auf dem Bett und schauten uns den ganzen Abend Soaps an, INDISCHE Soaps, smile
Natuerlich sind diese VIEL dramatischer als unsere, alles gleicht einem Bollywood-Film, allein die Gesichtsausdruecke der Darsteller brachte uns in schallendes Gelaechter... :-)
Um die Thematik der einzelnen Geschichten verstehen zu koennen brauchte es kein Hindi, smile, und die ganz wichtigen Ausdruecke werden dann sowieso teilweise in englisch (hindi-english) ausgesprochen... :-)

 24. September 2008

Wir naehern uns, unserer "Lieblings-Stadt" Jaisalmer.... !!
Die Fahrt nach Jaisalmer dauert ca 5-6 Std. und man sieht sofort, dass wir uns der "Wuesten-Stadt" naehern....
Die Stadt ist ca 120km von Pakistan entfernt, doch die Lage scheint ruhig zu sein, und da die Inder selbst Pakistan meiden, spueren wir auch keine negative Stimmung.....
Bevor wir die Stadt erreichen, machen wir einen Halt bei einem "Jain-Tempel": der Tempel ist wunderschoen, alles ist mit farbigen Glas bedeckt und die Farben spiegeln sich unter der gewoelbten Decke wieder....
Ein Guide erklaert uns einige Dinge ueber die "Jains", wie beisp., dass sie Fleisch, Nikotin und Alkohol niemals zu sich nehmen, aber auch NICHTS essen was unter der Erde waechst: keine Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und und und...
Somit sieht der Speiseteller fuer uns Schleckermaeuler sehr schnell eintoenig aus, mehrheitlich bleiben da nur noch Fruechte oder Nuesse auf dem Speiseplan uebrig...
Die Jain-Priester triffts da noch viel strenger: sie besitzen nur weisse Kleider, sind IMMER zu Fuss unterwegs(barfuss), nie darf ein Fahrrad, Auto oder Zug genommen werden, sie tragen keinen Schmuck und nun kommt das Beste: 2mal jaehrlich werden alle Haare auf dem Kopf und im Gesicht ausgerissen (..... AUA....) es duerfen weder Schere noch Rasierer benutzt werden.... !!!
(all diese Infos sind ohne Gewaehr auf Richtigkeit :-)) man koennte ja das Hindi-English auch mal falsch verstanden haben....smile)

Jaisalmer selber ueberrascht und verzaubert uns sofort mit ihrem Wuesten-Charme.... alles wurde aus Sand gebaut, die Stadt leuchtet golden in der Abendsonne, die Weite hinter der Stadt scheint unendlich zu sein, der Sonnenuntergang wunderschoen und die Sterne so nah....

25. September 2008

Unser Hotel in Jaisalmer ist wunderschoen und ist sogar im beruehmten Buch "1000 Places to see before you die" aufgelistet.
Es schien ganz alt zu sein, ist wunderschoen eingerichtet und jedes Zimmer wurde mit anderen Farben ausgestattet.
Einzig allein die Stromausfaelle in der Nacht lassen uns immer wieder erwachen, da das Schlafen ohne Ventilator unmoeglich scheint, man hat das Gefuehl zu ersticken....(die Stromausfaelle sind uebrigens ganz normal in Indien, und begleiten uns auch in jede Stadt.... :-)

Am morgen bringt uns Dinesh an einen See und wir "mussten" Pedalo-Fahren... super, wir erhielten auch sofort einen SCHWAN als Pedalo und kamen uns so richtig bescheuert vor, weit und breit wieder mal keine Touris, nur die Inder beobachteten uns und scheinen sich ueber uns zu amuesieren....
Und als ob dies alleine nicht schon genug waere, trieben wir auf eine ganz kleine Insel zu im See und ... kamen von alleine nicht mehr weg !!! Mmmhh wir steckten fest...... und da wir ja eh schon beobachtet wurden, kam auch schon jemand mit einem kleinen Boot angefahren und half uns wieder in See "zu stechen".... ich denke jedes kleine Kind haette dies besser in Griff bekommen, smile !

(Dafuer bin i (Rosy) am Mittag mit Spaghetti Napoletani (spegati neplotin, hihi) wieder entschaedigt worda, mmmhhhh so fein, z erschta mol wieder Pasta essa noch langem, juppie !!!!!)

Um 14.00 holte uns Dinesh ab und es ging Richtung Sueden, weitere 54 km Richtung Pakistan in die Wueste... Die Strassen schienen neu und frisch geteert, wohl eine neue Investition fuer den Tourismus ?
Die Fahrt dauert ca 1h und wir naehern uns einem kleinen Guest-House in der Wueste - in der Mitte des Guest-Houses war ein offener, runder Platz und um diesen Platz waren kleine, auch runde Gaestezimmer gebaut, alles sehr einfach und schlicht, aber seeeehr gemuetlich!
Nici und ich entschieden uns fuer einen grossen Kamel-Austritt und so ging es sofort los......
Jeder bekam sein eigenes Kamel und wir trotteten gemuetlich durch die Wuestenlandschaft, vorbei an dornigem Gestruepp und Bueschen und an feinsandigen Duenen...wunderschoen !
Auf einer Sandduene hielten wir dann an und genossen den Sonnenuntergang...wirklich beeindruckend, die Weite scheint unendlich zu sein ..

Zurueck im Guest-House waren auf dem Platz bereits unsere Tische und Liegematratzen geruestet - die Musiker legten los und eine typische Rajasthani-Taenzerin zeigte ihr koennen..
Nici und ich wollten unser Tanzbein nicht mitschwingen und waren sehr erleichtert, als das langersehnte Essen serviert wurde.. :-)
Kaum hatten alle gegessen (es waren noch ca 6 andere Touristen da), blieben Nicole und ich wieder alleine zurueck, nur wir beide hatten die Nacht in der Wueste gebucht, na toll, das scheint ja wieder lustig zu werden, smile!

Aber es hat eindeutig Vorteile, manchmal die einzigen Touristen zu sein - Dinesh und ein Wuesten-Guide nahmen uns mit auf einen Ausflug in die Wuesten-Nacht: wir beobachteten Rehe (oder so oeppis aehnlichs, smile) und setzten uns schliesslich in den Sand schauten in den schwarzen Himmel.... tausende von hell-leuchtenden Sternen waren zu sehen, wir sassen direkt unter der Milchstrasse und genossen die Stille der Nacht !!!
Nie zuvor hatten wir so viele Sterne gesehen !!!!!

p.s. haetten uns diese riesigen, grossen, dicken, kaum fliegenden Deppen von Kaefern uns nicht eingeschuechtert, haetten wir ev. sogar die Nacht auf dem Dach unseres Zimmers unter freiem Himmel verbracht :-)

 26. September 2008

Tock, Tock...... wir wurden von einem lauten Klopfen an der Tuer von Dinesh geweckt, es war 08.00 morgens...
Als wir auf den Innenhof rauskamen wurde bereits ein kleiner Tisch fuer uns gedeckt und wir erhielten das typische Fruehstueck: Toast, Butter, Marmelade, schwarzer Tee und diesmal auch eine Banane (Banana isch in India immer guat, ma weiss nia.... :-)

Die Fahrt zurueck nach Jaisalmer glich einer Rally-Fahrt, so hatten wir Dinesh noch nie erlebt...:-)
Die Strassen waren noch praktisch leer und bei einer Delle fuhr Dinesh so schnell, das Nicole mit ihrem Kopf sogar an die Decke des Autos schlug, grins...

Zurueck in Jaisalmer und im Hotel angekommen, hatten wir ein wenig Zeit den Wuestensand aus den Haaren zu waschen und schon ging es wieder los zu einer Besichtigung des riesigen Fort in Jaisalmer, wo immer noch 4000 Einwohner direkt im Fort ihr zu Hause haben...

27. September 2008

... und wieder ging die Reise weiter zu der naechsten Stadt, langsam ging unsere Rajasthan-Tour zu Ende...
Unser naechstes Ziel war Jodhpur, weitere 6h Fahrt durch die karge Landschaft und auf einer Hauptstrasse, die endlos geradeaus ging....

Unser Dinesh hatte heute auch das 1. mal Muehe die Augen offen zu halten, kurz vor Ankunft schien er einzuschlafen, dafuer waren wir wieder umso wacher !! Schliesslich galt es allen Kuehen aus dem Weg zu gehen, kaum vorstellbar, was passieren wuerde, wenn wir so ein Vieh auf der Motorhaube sitzen haetten, smile....

In Jodhpur schliefen wir in einem Hotel, welches gleichzeitig auch die Residenz des Maharajas war, sehr schoen und eindruecklich...
Wir wurden mit unseren Unterkuenften wirklich verwoehnt, aber wir wussten auch, dass dies bald nicht mehr so sein wird :-)

 28. September 2008

Jodhpur, the blue City genannt ...
Heute morgen gingen wir auf der Terrasse des Hotels fruehstuecken, ich (Rosy) freute mich immer sehr auf das Fruehstueck, da konnte ich mir sicher sein, kein Koriander oder Zitronengras zu finden, smile
Jodhpur war schon lange wach, aus allen Himmelsrichtungen ertoenten die Gesaenge der Priester, das Hupen der Autos und der Laerm der Gassen und Marktes, der gleich bei uns um die Ecke war...

Kurz danach begannen auch schon wieder unsere Besichtigungen: die Sicht von Fort aus auf die Altstadt von Jodhpur war atemberaubend, alle Haeuser waren blau angestrichen, angeblich diente dies frueher dem Schutz vor Termiten...
Auch die Landschaft war sehr eindruecklich, immer noch karg und steinig, und trotzdem schienen einige Berge wie von gruenem Moos ueberzogen zu sein.

All diese Besuche (sowie ein Museumsbesuch) endet immer damit, dass Nicole und ich auf hunderten von Fotos der Inder enden.... :-)
Wer weiss in wievielen indischen Fotoalben wir noch landen werden, smile

Den Nachmittag verbrachten wir in einem Teeladen, wo uns ein lustiger Verkaeufer alle verschiedenen Sorten aller Art von Tee, Gewuerzen und Raeucherstaebchen vorstellte....
Nun haben wir herausgefunden, welche der indischen Gewuerze wir in unserem Essen nicht so moegen, smile: indischer Kuemmel, riecht ganz anders als unserer und Cardamom, welches fuer mich immer wieder wie Zitronengras schmeckte...
Aber ansonsten haetten wir am liebsten unsere Nasen in jede Dose gesteckt, unglaublich wie vielfaeltig und intensiv all diese Gewuerze riechen..mmhhhhh :-)
(Dr Verkaeufer haet denn mit dr Nicole au an Deal abgmacht... wenn er mien (Rosy) Loverboy wird, denn haet Nicole z lebalang gratis Tee, Gwuerz und Raeucherstaebli zur Verfuegig, smile !! Aber zum Glueck haet sie mi bis jetzt no nid gross zwunga zum a Liabschaft izgoh, i glauba do muessti er Metzger sie und nid Teeverkaeufer, lach !!!!! )
 
29. September 2008

Udaipur: die letzte Station unserer Rundreise durch Rajasthan!

Wir waren sofort ueberrascht, als wir in Udaipur ankamen - die Strassen scheinen viel "saeuberer" als in den uebrigen Staedten Rajasthans, die Stadt ist umringt von gruenen Huegeln und Bergen, die Haeusser sind weiss und der See glitzert im Sonnenlicht....auf den 1. Blick (aber nu a ganz kurza Blick, smile) hatten wir das Gefuehl, irgendwo im Tessin zu sein, smile... auch moeglich, dass die Hitze uns etwas zu schaffen machte :-)

Nach dem wir eine ganz kurze Bootsfahrt unternommen hatten, wurden wir mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang auf einem bekannten "Sunsetpoint"-Huegel belohnt !!!
Aber die Hammernachricht des Tages erhielten wir von unserem Dinesh, dem Driver - dies sollte der letzte Tag zusammen mit unserem "Butler" sein..... ayayayayyyyyy ab morgen sind wir auf uns alleine gestellt, hihi, andale, andale das wird heiter :-))


 30. September 2008

...unser 1. Tag without "today program maem........"
Ich dachte Anfangs, es werde villeicht ein wenig "schwierigr" uns alleine zu organisieren, schliesslich waren wir es uns gewohnt, ein tagtaegliches Programm unseres Drivers zu erhalten.... ABER es tat ganz gut, einfach mal auf die Strassen zu stehen und sich vom ganzen Rummel treiben zu lassen....
Der Tag verlief ganz gemuetlich und nach unserem Tempo. Wir besuchten den City-Palace (jetz muemer halt das Zueg selber suacha, grins...) und verweilten dort lange im Garten und beobachteten andere Touristen..
Die naechste Station war ein heisser Tip aus dem Reisebuch: CAFE EDELWEISS !! Juppie, jammi jammi !!!!!
Ein Deutscher, noch wohnhaft in Italien, hatte die wunderbare Idee ein "Caffe und Kuchen"-Lokal zu eroeffnen !! mmhhhhhhhh...
Ich hatte keinen Kuchen, doch allein der Anblick der Vitrine liess unser Herz hoeher schlagen und somit liessen wir es uns ganze 3h im Caffe gemuetlich angehen... BIS.............ICH EINE SPRINGENDE, HUEPFENDE grausami schnelli SPINNE ENTDECKTE !!!!!!

IGITT .............. (Barbara, es git sie also doch !!!! Dia Spinna kann huepfa, also wia gumpa und dia sind megaschnell.... ok, i gibs zua, au dia isch klie gsi..anderi wueren villicht saega "herzig" oder "dia macht doch nuet", aber wenn sie no gumpa kann, denn isch bi miar fertig !! baeh !! )


 1./2. Oktober 2008

Byebye Udaipur, ciao ciao Rajasthan !
Es war soweit, der letzte Tag in Rajasthan ertoente wieder mit lautem SingSang und Getoese auf den Strassen..
Um 10.00 mussten wir das Zimmer abgegeben, aber wir konnten unser Gepaeck an der Reception lassen, so dass wir noch gemuetlich den ganzen Tag in den Gassen schlendern konnten...
Es war jedoch viel zu Heiss um grosse Besichtigungen anzustreben und somit landeten wir wieder in unserem kleinen, gemuetlichen Caffe...

Die Zeit rueckte immer naeher, kurzes verabschieden im Hotel von den Einheimischen und danach wurden wir an den Bahnhof von Udaipur gefahren, so als Ersatz von Dinesh sozusagen :-)

Natuerlich fielen Nicole und ich auch hier sofort wieder auf :-) lediglich noch ein "bleiches" Touristenpaar haben wir gesehen, ansonsten nur weit und breit Inder, smile
Die Inder sind auch aeusserst hilfsbereit, sie bieten die Hilfe an, auch wenn man nicht gross fragt, ein suchendes Auge auf dem Zugbillet genuegt und schon hat man 10 Maenner um sich stehen und alle begleiten uns zum korrekten Wagon :-) !
Schliesslich haben wir auch unseren Schlafwagon gefunden, den wir mit zwei Indern teilen.
Unser Abteil war natuerlich schlicht und "platzsparend" eingerichtet, Nicole hatte Anfangs ein wenig zu kaempfen (also alli wo sie kennen, wuessen jetz was i meina.... smile), doch nach einer Weile autogenem Training und "Klopftechnik a' la Silvana" gabs auch wieder fuer Nicole genuegend Platz :-))

Die Nacht war jedoch kurz und unruhig: ich lag im "oberen" Bett und somit bliessen mir die Klimaanlage und der Ventilator direkt ins Gesicht - nun wusste ich auch, warum mein "Schlafnachbar" sich sofort GANZ unter der dicken, kratzigen Wolldecke "versteckte" grins...
Aber ich war gluecklicherweise mit Jacke und Schal genuegend ausgeruestet...
Auch Nicole fand nicht wirklich ihren Schlaf - ihr "Bettnachbar" schnarchte, rotzte und sorry: furzte die ganze Nacht hindurch :-)
(also haetten miar dae vori nid kennaglernt und so "putzig, herzig" gfunda, haetti na d Nicole glaub usagschmissa, smile)
 
Puenktlich ( !! miar sind sogar z frueha gsi !! ) um 04.20 morgens kamen wir an, AHMEDABAD !
Unser naechster Zug nach Mumbai ging erst um 07.00 weiter und wieder begleiteten uns dutzende Inder auf das korrekte Gleis...
Es war drueckend heiss und schwuel und noch im halbschlaf beobachteten wir das rege Treiben auf dem Bahnhof.
Zum Glueck kann man die Zugfahrten in verschiedenen Klassen buchen: die Inder fahren in der Regel ohne Klasse, hunderte von Leuten zwingen sich in das Zugabteil, Leute springen noch auf den Zug, auch wenn sich dieser schon lange in Bewegung gesetzt hat, ich kann mir nicht vorstellen, wie man eine solche Fahrt ueber Stunden aushalten kann, geschweige denn,wie der Gang auf die Toilette aussieht !
Ansonsten sind wir sehr positiv ueberrascht ueber die Puenktlichkeit und Organisation jeweils in den Schlafwagons - im minutentakt wird CHAI, typischer Tee serviert, man erhaelt Speis und Trank und wird gut versorgt. Zum Thema Toilette: NO COMMENT :-)) !!

Den Rest des Tages haben wir in einem eiskalten Zug nach Mumbai verbracht, weitere 10h richtung Sueden.
In Mumbai angekommen und muede den Rucksack schleppend, liessen wir uns von einem Taxi-Chauffeur abschleppen und verbrachten die Nacht in einem....Loch.... nur Maenner, keine Touris - (miar koennt jetz nid gnau schrieba in wellem Viertel miar glandet sind, das machemer denn privat :-) Aber jede Nacht geht gluecklicherweise vorbei und so waren wir froh, dass wir nur eine Nacht in diesem Hotel gebucht haben....

Good Night....oder so ..!

03. Oktober 2008

Mumbai: Ich werde nun dieser Stadt sicher ungerecht, aber wir sind froh, diese wieder so schnell wie moeglich verlassen zu koennen...

Die Nacht im Hotel war uebel: wir brauchten erstmals unsere Schlafsaecke, da es uns ekelte in den Laken zu schlafen..wir waren froh, als die Nacht vorbei war und wir auschecken durften, doch sie machten es uns nicht ganz einfach..
An der Reception hiess es, man koenne nur CASH bezahlen, das "Kaestchen" fuer die Kreditkartenbezahlung funktioniere nicht ....soso...
Nun gut, wir hatten zu wenig Bargeld dabei und so blieb uns nichts mehr uebrig, als eine Bank aufzusuchen..
Widerwillig kaempften wir uns durch den Verkehr und das Viertel, bis wir doch noch die "Arabien Bank" fanden, jedoch ohne Erfolg, wir konnten mit unserem Swiss-Plastic-Money kein bares beziehen!
Zurueck im Hotel erklaerten sie uns tatsaechlich einen anderen Weg zu einer anderen Bank am Ende der Strasse und schickten sogar den Liftboy des Hotels mit !! Aber NADA, keine Bank war aufzufinden, wir gelangten zu einem "Garagentor", wo anscheinend irgendwann eine Bank....oder aehnliches, eroeffnet wird..
Langsam waren wir stinkesauer (sogar z Rosy, smile), da wir einfach der Geschichte nicht ganz glaubten..
Schweissgebadet und fest entschlossen, dieses Spielchen nicht mehr mitzuspielen, kehrten wir zurueck und erklaerten schnaubend, dass wir keine weitere Bank aufsuchen werden und sie entweder, das wenige Bare, das wir noch hatten, entgegennehmen oder uns eine Rechnung nach Hause schicken sollen !!
Seltsamerweise (...) war der Herr an der Reception verschwunden und eine Dame bediente uns nun... tattaaaaaaaaaaa siehe da, und auf einmal funktionierte der Kreditkartenautomat nun doch wieder... welch ein Wunder !! (Arschzapfa !!)

Danach verbrachten wir den ganzen Tag am Bahnhof von Mumbai VCT! Es schien ein altes, englisches Prachtstueck aus vergangenen Zeiten zu sein, jedoch auf den ersten Blick auch unueberschaubar !
Aber wir hatten ja fast ganze 10h Zeit die Gegend zu erforschen, smile..
Wir gaben unsere Rucksaecke ab und machten uns auf die Suche nach einem Caffe oder Restaurant - die Inder scheinen das Sitzen und schlurfen eines Getraenks jedoch nicht zu moegen, weit und breit kein Restaurant, nur Staende wo man alles moegliche an essbarem kaufen kann, nach dem Motto: kaufen und stehend, oder am besten laufend, konsumieren...
Wir beobachteten das Chaos von einer Sitzbank aus und verfolgten lange das indische Treiben mit einem Schmunzeln.. :-)

Nach einer Weile setzte sich eine Inderin zu uns, sie schien alle am Bahnhof zu kennen und winkte ihnen grinsend zu. Schliesslich erfuhren wir, dass sie im Tourismus taetig war und am Bahnhof arbeitete. Ihr Name ist Sandy und sie sprach PERFEKT englisch..
Ihre Art ueber Inden auf ironische Weise zu laestern und ihre Gesichtsausdruecke brachten uns zum lachen!! (das isch jetz villicht a bloeda Vergliech, aber sie haet mi a bitz an Whoopy Goldberg erinneret, lach...)

Schliesslich verriet sie uns noch, dass wir mit unserem Zugbillet Eintritt in einen klimatisierten Wartesaal haetten mit Bad (es gab sogar eine Dusche :-)) und wie wir ausserhalb des Bahnhofs schnell ein Restaurant finden koennen.
Das Zauberwort hiess MC DONALDS jupieee !!!!! Und weil es zu Mittag so schoen und guuuut war, goennten wir uns zu Abendessen nochmals das gleiche, gute, wie zu Hause Mc-Menue, lallalalalalaaaaaa !!!! 
(also das hani denn au no nia gmacht, grad 2x am Tag McDonalds - aber es haet so guat tua und isch wuerkli fein gsi, grins.. !!! )

Gestaerkt und wieder mit Rucksack bepackt, machten wir uns dann gegen 22.00 auf das Gleis Richtung Goa, weitere 13h Zugfahrt warteten auf uns, aber wir hatten ja wieder unseren beliebten Schlafwagon :-)

(do sind miar z erschta mol nuemma dia einziga Touris uf em Zug...irgendwia schu fascht schad, grins... :-))

04. Oktober 2008

Ankunft in GOA, Magdaon !

Die Nacht verlief gut, erstaunlicherweise gehen die Naechte im Zug schnell vorbei und wir erhielten sogar ein Fruestueck, welches am Abend vorher bestellt werden konnte: Kaese-Sandwich, smile
Wenn man moechte, kann man aber ganze indische Menues im Zug zu sich nehmen, von Suppe bis "Chicken-Lolipop" (das gits wuerkli, isch aber kei Tschupatschup wia bi ues, grins) gibt es alles zu haben.

Wir kamen wie immer puenklich an, und die Mittags-Hitze schlug uns entgegen!
Angekommen am Banhhof, ging es mit dem Pre-Paid-Taxi (feste Taxen) zur naechsten grossen Bushaltestelle, wo wir unseren Bus nach Palolem hatten.

Wir fuhren mit einem oeffentlichen, staatlichen Bus, d.h. es waren wieder nur Nicole und ich unter 30-40 Indern, die sich alle in den Bus quetschten und draengten, und so von Dorf zu Dorf fuhren...
Es war kurz nach Mittag und die Schule hatte aus, so sassen wir inmitten kleiner Maedchen und Buben in Uniform und Muetter, welche geraden den frischen Fisch (mamma, che puzza !) am Markt gekauft hatten...
Der Bus war schlicht ueberfuellt und unsere Rucksaecke auf dem Dach, halleluja ! (miar haend zum Glueck no a Sitzplatz kriagt und Nici haet denn noch dr haelfti Fahrt no a Fensterplatz ergattera koenna:-)

Im Bus fielen mir sofort die Maria-Bilder und Jesus-Kreuze auf, in ganz Rajasthan hatten wir die verschiedensten Goetter gesehen, doch nirgends ein Kreuz.. Goa wurde damals von den Portugiesen kolonialisiert und auch heute noch gibt es einige indische Christen.

Die Fahrt dauerte ca 2h und kostete gerademal 25 Rupien ( nid amol 1Fr. ) Diesselbe Fahrt gabs auch direkt am Bahnhof von Magdaon zu buchen, diese haette aber 600 Rupien gekostet :-)
 
Palolem selber ist klein und sehr ueberschaubar, alles und jeder "werkelt, streicht und baut", Mitte November faengt die Hochsaison an und das ganze Dorf ruestet sich auf.
Als erstes moechten wir natuerlich den Strand und das Meer sehen und werden nicht enttaeuscht, einfach wunderschoen das Gefuehl, das Wasser zu hoeren und zu "riechen", Salz auf der Haut zu spueren und die Hitze zu geniessen...

Doch auch hier koennen wir die beruehmte, heilige KUH am Strand wiederfinden, unglaublich, lach!
Diese werden am morgen von einem Bauern gebracht und am Abend wieder abgeholt, no coment, smile!
(oeppert isch so geil gsi, dae haet ues gfrogt was die Kueha am Strand soellen: z Meerwasser koenns nid suufa und fischa tuends grad au nid, also was soell dae Scheiss, hihihi !!)
Aber ausser der Kuehe gibt es auch etliche Hunde am Strand anzutreffen, und einigen haben wir auch schon Namen verteilt: da waere der "boese" Antonio, der Anfuerer der Hundebaend, er hat etliche Schnatten im Gesicht und ist kraeftig gebaut :-)
Und da waere auch noch die "Fledermaus", das ist noch ein ganz kleiner, schwarzer, extrem frecher Hund, hat groooosse spitzige Ohren und einen langen gekringelten Schwanz :-)
Anfangs hatten wir auch noch "Ashley" (also dae bloed Nama isch denn nid vu ues, grins, dae haet a bekiffta Englaender geh) aber leider haben wir dann das Hundebaby aus den Augen verloren....und "Gramling" heisst Gramling, weil er so dreiecks-spitzige Oehrchen hat, die abstehen, smile, so wie bei der Figur "Yoga aus StarWars" grins !!

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten und praktisch noch nichts gegessen und getrunken haben, beschlossen wir als erstes an den Strand zu gehen und ein Restaurant aufzusuchen - wir landeten im "Silbermoon", einer 24h Bar und schlafender Bedienung, smile, ev hatten diese alle den Nachtdienst hinter sich :-)

Nach einer Weile werden wir von 2 Indern angesprochen und so nahm der 1.Abend in Palolem seinen Lauf... :-)
Sie beschlossen uns dann zum Abendessen zu begleiten und wir landeten im MAGIC ITALY, JUPPIEEE MMMMMMHHHHH und ALLEGRIA !!!!
(gemaess Reisefuehrer isch das sogaer z beschta italo-Resti in ganz Goa, han grad freuadatraena kriagt wo i dia Pizza gseh han, jammi !! :-)

05. Oktober 2008

Die 1. Nacht in Palolem war gut ueberstanden! Wir schliefen gut, jedoch wieder im Schlafsack, es gab weder einen Bettueberwurf, Handtuecher noch Toilettenpapier....und nur KALTES Wasser :-) Na wenn schon, wir waren am Strand und konnten es fuer eine Weile ruhig angehen :-)

Der Himmel war trueb und somit konnten wir unsere schmutzige Waesche noch nicht abgeben, no Laundry-Service an trueben Tagen.. hoffen wir, dass es bald wieder sonnig wird, wir hatten fast NICHTS mehr sauberes anzuziehen..

Wir gingen zu unserem Stammlokal, das Restaurant gleich neben der 24h-Bar, die Bedienung war sehr sympathisch und wir hatten immer unseren Platz an der vordersten Reihe, mit Sicht auf Meer, Strand, Kuehe und Hunde :-)
Es dauerte nicht lange, und es fing auch schon kraeftig zu regnen an, gluecklicherweise waren wir unter Dach, auch wenn wir seitlich ein wenig nassgespritzt wurden..
Langweilig wird es uns hier nie, es gibt immer genug Dinge zu beobachten und schmunzeln, und da es auch noch Sonntag war, gab es sehr viele Inder die, trotz nassem und truebem Wetter, mit Kleidung in das Meer sprangen und wie kleine Kinder spielten, badeten oder ganz coole, Indian-Soap-artige Foto-Shootings machten oder ganze Filme drehten, was fuer ein Spektakel, hihihi :-)
Einige Inder spazieren am Strand mit dem Helm noch auf dem Kopf, grins, und falls sich doch mal einer auszieht um ins Wasser zu springen, kommen nur die Unterhosen zum vorschein, smile

Und so kam es, dass wir den ganzen Nachmittag lang, zwei voellig betrunkene Inder mittleren Alters beobachteten, wie sie am Strand entlang torkelten, wieder ins Wasser fielen und dann wieder wie gestrandete Wale im Sand lagen und sich nassen Sand zuschmissen :-)
Das ganze Restaurant beobachtete diese Maenner und waren bereit, im Notfall eine Rettungsaktion zu starten, smile

Am spaeteren Nachmittag gingen wir ein wenig am Strand entlang spazieren und fragten andere Guest-Houses nach dem Preis - wir hatten unsere Bleibe nur fuer 2 Naechte gebucht und versuchten eine guenstigere, oder fuer den ident. Preis, bessere Unterkunft zu finden.
Eigentlich haetten wir auch sofort unseren Traumplatz gefunden: super neue stylishe Bungalows am Strand, wir durften eine besichtigen, doch der Preis war imens (das sparemer ues denn uf, falls miar mol irgend as wenn im Leba no ind Flitterwucha goend, smile)

Wir beschlossen, am naechsten morgen unser Nachbar-Guest-House zu fragen und goennten uns super feine PASTA E RAVIOLI im MAGIC ITALY, hihi, jammi jammi !!! (im Magic Italy goht aber langsam z Zueg us, kei Schinka meh, kei Salami, kei Aubergina... zum Glueck bini nid schu laenger do, suss haettens gar nuet meh, grins !! )

06. Oktober 2008

Wunderschoenes Wetter !!! Sofort unsere schmutzige Waesche aufgeben und uns ein neues Zimmer besorgen !
Ok, Plan geschmiedet, und ein neues Zimmer haben wir auch gleich im Nachbars Guest-House erhalten, das "Beispiel-Zimmer" welches uns gezeigt wurde, war auch in Ordnung fuer lediglich 250 Rupien pro Nacht..

Mmmhhh die Ueberraschung kam dann spaeter...
Das neue Zimmer wurde fuer uns gereinigt und wir konnten es ab 10.00 beziehen..
Als wir die Zimmertuer oeffneten und hereintraten, traf uns der Schlag !
Es stank fuerchterlich nach abgestandenem Schweiss und Zigarettenrauch !!! Das Zimmer war kleiner, das Bad im fuerchterlichem Zustand und ohne Licht... nun gut, 1 Nacht war nun gebucht und ein groesseres war nicht mehr frei....NICHTS WIE RAUS HIER !!

Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand unter der Sonne oder in unserem Caffe, alles war uns recht, um nicht in dieses Zimmer zurueckzukehren :-(
Den Versuch, einen Raumduft zu kaufen scheiterte, nichts dergleichen war vorhanden, lediglich Kerzen oder Raucherstaebchen gabs zu kaufen..
(isch glaub besser so, haemmer nuet kauft, miar waeren glaub no in dem kliena Zimmer verstickt, hihi )

Als kleiner Trost gab es dafuer wieder ein Eis in der guten Eisdiele gleich neben unserem Guest-House und 2h Internet noch gleich dazu! :-)

Als es dann 20.00 gingen wir auch gleich wieder an Strand etwas essen - die Dusche im Horror-Zimmer ersparten wir uns fuer spaeter auf, smile ..

p.s. es kam dann noch schlimmer: alle Kleider, welche Nicole in die Laundry-Service abgegeben hatte, kamen feucht und MUFFIG zurueck, so dass nun unser Zimmer einer "Gaskammer" glich !!! Ueeeehhh schlimmer geht immer !!!!

 07. Oktober 2008

Gute Nachricht: wir haben die Nacht in diesem saurig-miefendem-stinkendem-schon-fast-gefaehrlichem-Zimmer ueberlebt, HALLELUJA !! :-))

Ich (Rosy) lag letzte Nacht wach und schrieb bis 02.00 morgens Tagebuch - ich wollte einfach nicht in diesem Bett schlafen....
Nici versuchte die andere Variante: je eher man einschlaeft, um so schneller vergeht die Zeit, smile, doch auch sie schlief nicht wirklich tief und fest!
Uns ekelte es sogar, den Schlafsack in diesem Zimmer zu benutzen, und so schlief ich auf einem Strandtuch, das ich am Stand gekauft hatte, und deckte mich mit meinem Schal zu, smile
(I glauba, i bin jetz halt eifach schu z "alt", ab 30gi isch ma eifach heikler und schloft nuemma in jedem Loch, grins !)

Am morgen kam noch dazu, dass uns beissiger Rauch eines Feuers die restliche Luft noch nahm, die Entscheidung fiel uns leicht, wir wollten wieder eine neue Bleibe suchen..

So ging die Suche unter gellender Sonne und hoher Hitze wieder von vorne los... Wir suchten das PALOLEM GUEST HOUSE (dank dr Muatter vur Nicole, grazie mille Trudi haesch du das im Internet gfunda, Schmatz uf Backa !! :-))
Wir liefen weit den Strand entlang, unser Guest-House war nicht direkt an der Beach gelegen, wir mussten duch den "Palmen-Wald" marschieren und mit Hilfe einiger Passanten fanden wir unsere "Villa Kunterbunt" :-)

GUTE NACHRICHT: Nun haben wir ein grosses, sauberes Zimmer mit Veranda, TV, warm Wasser und suessem "Gartenrestaurant" !
Wir haben sogleich eine ganze Woche gebucht und geniessen die Ruhe und die sauberen Fliessen, grins !!!

08. Oktober 2008

Sooooooo schoen, unser Palolem Guest House ist ein Traum... :-)

Alles ist so ruhig und friedlich, kein Verkehr, kein Hupen oder Motorengeraeusch in der Nacht !
(Nicole ghoert z'wohr ALLES in dr Nacht, i glauba, do koennti a Bomba keia, i wuer no friedlich wieterschlofa :-) - z'einziga wo i ghoera am Morga, sind d Kruecka vumana Nochbur, dae arm Siach wohnt sogar no im obera Stock und muass dia ganza Stegatritt mit da Kruecka bezwinga !! )

Wir schlafen hier meistens bis 11.00 aus, dies allein ist schon ein Beweis, wie friedlich es hier ist, smile
Den restlichen Tag verbringen wir wie immer am Strand, obligatorische Abkuehlung im Meer, Besuch in unserem Lieblingscaffe und den Sonnenuntergang beobachten... !!!

(also miar tuend suss natuerlich jetz all dia versumta Brichtli uf dr Homepage schrieba, nu grad gar nuet machemer schu nid, smile)

09. Oktober 2008

Langsam haben wir uns hier gut eingelebt... wir schlendern wie selbstverstaendlich an den Strand, tauchen kurz ins Wasser und fruehstuecken bei unserem "Liebling"...
Taeglich sehen wir auch die gleichen Touristen und man kennt sich vom Caffe :-)
Es hat unzaehlige Israelis, ich denke, 80-90% der Touristen kommt aus Israel (alles uh schoeni Luet, Maenner wia Fraua, puh !!!) und an die Sprache haben wir uns schon laengst gewoehnt, nach einigen Tagen hoert es sich schon "heimelig" an, smile

Den Schock des Tages hatten wir beim Schlendern am Strand: schon von weitem sahen wir viele Voegel am Strand kreisen, irgendetwas musste dort im Sand liegen... es war eine Meeresschlange, baeh, richtig gruselig und OHNE Kopf !! 
Anscheinend lassen die Fischer die Schlangen am Strand liegen falls diese mit dem Netz herausgezogen werden, der Kopf wird aber entfernt.
Ich muss gestehen, ohne Kopf finde ich das Ding auch nicht wirklich interessanter, gruuuuusig !!!

Frueh Nachmittags kehren wir jedoch zurueck in unser Zimmer - Nicole fuehlt sich nicht sehr gut und doest frisch geduescht auf dem Bett ein - ich gehe am Abend kurz alleine im Guest House essen und sehe, dass auch unser Restaurant wirklich sehr fein und natuerlich auch preisguenstiger ist, in unserem Garten wird nun oefters gegessen... :-)
Den Abend verbringen wir gemuetlich auf dem Bett und schauen TV, MovieStar-Filme
(Angi, i weiss nid, wia du noch 3Mt SanDiego alles uf englisch im TV verstanda haesch, i verstohn amel nu Bahnhof und tuan bewegti Bildli luaga, grins !)

 10. Oktober 2008

Ein neuer Tag beginnt mit Sonnenschein und Nicole fuehlt sich gluecklicherweise ein wenig besser...
Da es aber schon recht heiss ist und Nicole nicht ganz so fit, beschliessen wir das Fruehstueck direkt in unserem Garten zu nehmen und werden auch gleich belohnt: Spiegeleier mit Bratkartoffeln und geroesteten Zwiebeln, smile, natuerlich die obgligatoren Toasts noch dazu, jammi !!

Ganz Palolem ruestet sich fuer die kommende Hochsaison auf, und so auch unser Guest-House - alles wird geputzt und neu gestrichen, auch unsere Gartenanlage.....und da geschieht es .....(Nici haet das schu lang vorusgsait, dass das no passiara wuer, hihihi..)
Unser Maler faellt vom Garten-Restaurant-Dach, SMILE !!! (also es isch ihm zum Glueck nuet passiert )

Das Dach ist gluecklicherweise nicht sehr hoch, es ist eine einfache "Blechkonstruktion", und auf einmal hoeren wir einen lauten Plums, etwas rollen, und schon knallte unser Inder in das Blumenbeet - und der ganze Kessel mit der rosa Farbe noch dazu :-)))
Entertainment PUR, smile, und als Erinnerung, ist meine Tasche voll rosa Spritzer und Tupfer, na bravo !! :-))

Wir waren nicht die einzigen Schaulustigen dieser Showeinlage und kamen somit ins Gespraech mit 2 Israelis, Nir und July.
Nir ist halb Oesterreicher und July hat einen Elternteil aus Litauen, ziemlich kuriose und lustige Mischung :-)

Den Rest des Nachmittages haben wir wie immer am Strand verbracht und hatten einen wunderschoenen Sonnenuntergang.... einfach herrlich !!!
Wir werden so richtig verwoehnt in Palolem und geniessen die Zeit und das freie Gefuehl, einfach nichts zu tun....

11. Oktober 2008


 Ein langer, lustiger Tag nimmt seinen Anlauf .... :-)

Wir assen unser Fruehstueck wieder direkt in unserem Guest-House und Nir und July kamen auch schnell dazu... es war wie immer sehr lustig, sie fragten uns einige Sachen ueber Schweiz und Italien aus und wir erfuhren einige interessante Sachen ueber Israel.

July erzaehlte mit leuchtenden Augen dass er ein Fan von italienischen Mafia-Filmen ist (LA PIOVRA) und deren Musik, von comissario Cattani und Napoli-Maradona, hihi..
Er hat eine sehr kindliche und verschmitzte Art Dinge zu erzaehlen und ein richtiges Schlitzohren-Gesicht :-)
Das er in jeder Stadt, die er besucht, in den Zoo geht und dicke Baeren liebt, erklaert schon einiges :-) !!

Nir hingegen kann sehr gut deutsch, er ist als Kind fuer einige Zeit bei seiner Grossmutter in Wien aufgewachsen und kann sich noch sehr gut an die Sprache erinnern !!

Nach langem fruehstuecken, erzaehlen und lachen beschliessen wir mit den Vespas einen Tierpark zu besuchen - angeblich sollte es dort seeeehr viele Affen haben, smile
Gesagt, getan! Nicole und July mieteten noch zusaetlich eine Vespa, die Jungs hatten bereits eine
(Nici isch z ersta mol mit motorisiertem, fahrbara Untersatz in India unterwegs, und das uf dr linka Fahrspur !!! Aber sie macht das super !! :-))

Danach ging es zu zweit auf der Vespa los, ich sass hinter July und Nicole ueberlass das Fahren Nir :-)
Als 1. mussten wir eine Tankstelle aufsuchen - doch dies gelang nicht auf Anhieb, die Jungs scheinen eine Menge zu vergessen, wie sich spaeter herausstellt, smile
Schliesslich fanden wir die "Gasoline" und das Benzin wurde uns in PET-Flaschen ueberreicht (haet usgseh wia FANTA, das Benzin isch do so orange :-)
Nun galt es den Tierpark zu finden - ich weiss nicht wie oft wir Passanten gefragt haben um nach den Weg zu fragen...aber die Jungs haetten einfach immer nur geradeaus fahren sollen, der Tierpark lag auf der Strecke und haette eigentlich unmoeglich verfehlt werden koennen, no coment :-))

Nach ca 20min Fahrt erreichten wir den sogenannten Park, bezahlten unsere Tickets und das Abenteuer konnte beginnen; wir irrten ca 1h im Dschungel umher, July erzaehlte ununterbrochen lauter lustiger Geschichten, der Schweiss rann an uns herunter, es war stickig, schwuel heiss und einfach nur noch feucht....
Doch KEINE Affen waren zu sehen, nichts ausser Moskitos, Ameisen, zwei Krebse und einer haesslichen, kleinen Spinne..!!
Wir hatten aber trotzdem unseren Spass und schlussendlich machten unsere Jungs den Affen und es spielte ueberhaupt keine Rolle, dass wir sonst keine echte sahen :-))

Die Fahrt zurueck war ebenso lustig wie der ganze Dschungel-Tripp und wir fuhren direkt an den Strand und sprangen ins kuehle Nass, was fuer eine "Erloesung" (gell Nici, smile)

Unsere Israelis flogen am naechsten Morgen frueh nach Delhi und dann wieder nach Hause und so sassen wir am Abend noch ein wenig zusammen und verabschiedeten uns dann von unseren "Dschungel-Fuehrern" !!

12. Oktober 2008

Der heutige Tag war sehr ruhig, Sonntag, und wie immer gab es sehr viele Einheimische, welche diesen Tag am Strand von Palolem geniessen..
Die Tage vergehen schnell und wir schlafen immer sehr lange aus, fruehstuecken, gehen an den Strand, Internet Berichte schreiben und schon ist wieder "Essenszeit" in einem der vielen, feinen Restaurant :-)

Nur heute Abend gab es noch eine witzige Ausnahme: Auf unserem Nach-Hause-Weg gegen 22.30 hoerten wir ploetzlich unsere Namen rufen !
Es waren Mina und Aviva, unsere Israeli-"Grossmuetter", welche wir auf unserer Rajasthan-Rundreise kennengelernt hatten :-)
Die beiden Frauen waren erst vor kurzem in Palolem angekommen und so begleiteten wir freudig die Damen wieder zurueck Richtung Zentrum und gingen mit ihnen in ein Restaurant ! Natuerlich gab es nur plain Rice and boiled Vegetables, grins !
(dia 2 Dama sind ca 30 Taeg in India und do jo ganz Israel uf India ind Feria kunnt, haend sie vu allna ghoert, dass ma do grausam dr Schie... kann kriaga - und so ernaehren sich dia Fraua fascht nu vu Ries, kochtem Gmues, Haerdoepfel und das alles ganz heiss kocht und ohni Gwuerz !! Sie sind uh herzig, vu ihna haend miar au Salbei-Kruetli kriagt zum Tee macha, falls miar mol Buchweh haetten und a Desinfektionsgel fuer d Haend, falls es mol gruuuusig isch, so richtigi Mammis halt, smile )

Sie berichteten uns von ihren Erfahrungen im Norden und so wurde es 01.00 bis wir wieder in unserem Zimmer waren :-)
(was uebrigens nid "unbemerkt" bliebt, uessa Service-Boy vum Restaurant weiss besser bscheid, wenn miar wieder im Zimmerli sind als fruehner uesi Eltera dahei, tstststs !!! )
 
13. Oktober 2008

Lange ausgeschlafen und und gut erholt, beginnen wir den Montag ganz relaxt wie immer....
In unserem Guest-House ist es viel ruhiger geworden, die meisten jungen Israelis sind bereits wieder abgereist, die Uni beginnt..

Am Abend treffen wir wieder Mina und Aviva, morgen wollten sie weiterziehen in die Hauptstadt Goas und am Freitag fliegen sie wieder nach Hause.
Und so auch fehlen immer mehr bekannte Gesichter am Strand, in den Restaurants und auf den Strassen.... ich denke, langsam ist es auch Zeit fuer uns, weiterzuziehen :-)

Nachtessen gab es wieder im unseren Guest-House, frisch geduscht und hungrig sassen wir fast alleine in unserem Garten.
Jedoch kam "unser" Schweizer "auf Besuch" in unser Guest-House nachtessen: es ist ein aelterer Mann, war das erste Mal in den 70er-Jahren in Goa (....schmunzel, no coment..) und fuehrt nun seit einigen Jahren in der Naehe von Palolem ein Restaurant, welches leider aber noch nicht eroeffnet hat.
Er gibt uns immer wieder Tipps ueber die Umgebung, und es tut gut, auch mal mit anderen Leuten ganz einfach "schwizerduetsch z reda", und nicht immer die Woerter in englisch zu suchen....
(I, also z Rosy, reda jo grauahaft englisch, eifach mol druflos schwaetza und kei Ahnig ha, was schlussendlich usakunnt :-)

14. Oktober 2008

Ausgeschlafen wie immer stehen wir um 11.00 auf und machen uns startklar fuer den Strand! Als ich unsere Balkon-Tuer oeffne, um meine Sachen von der Veranda zu holen, sehe ich schon von weitem Aviva in unserem Garten-Restaurant zuwinken....
Mmmmhh ?
Wir dachten, die beiden seien schon laengst Richtung Norden Goas gefahren?
Auch sie hatten seit der Ankunft in Palolem das Zimmer zum 2.Male gewechselt und waren nun in unserer Bleibe, smile...
Sie goennten sich einen "Frei-Tag" und beschlossen, am naechsten Tag ihre Weiterreise anzutreten!

Wir fruehstueckten zusammen und erklaerten ihnen die Abkuerzung durch den Palmenwald, und wo es ruhiger und schoener ist, den Tag am Meer zu geniessen...

Am Abend trafen wir sie dann wieder uebergluecklich im Restaurant, sie hatten den Tag abseits vom Rummel sehr genossen und waren wieder fit, am naechsten Tag weiterzuziehen - wir staunen immer wieder, wie viele aeltere Menschen alleine durch Indien ziehen, und sich z.T. auch richtige Strapazen auf sich nehmen, wie auch unsere Grossmuetter, richtig toll :-))

Mina und Aviva erzaehlten uns viel ueber Israel und ihrer Familie, ueber die Gruendung ihres Dorfes, wo sie selbst vor 30-40 Jahren mitgewirkt haben, ueber die Hochzeiten ihrer Toechter mit ueber 700 Personen (das isch grad nuet gega Italy, hihi), und dem Lieblingsessen ihrer Kinder und Enkelkinder, naemlich gute, einfache SCHNITZEL, wie bei uns :-)
Es war wirklich eine interessante Zeit mit den "nonna's Israels"  zu plaudern und sie einfach kennenzulernen !!
byebye....

15. Oktober 2008

... Amar, unser Service-Boy im Guest-House moechte mal ALLEINE mit Nicole sprechen...sososososoooo, GRINS !!!

(wo d Nici mol kurz ins Zimmer isch, und i no allei dussa ghoecklet bin, haet miar dass dr Amar gsait.... i soelli d Nici mol froga, ob er allei mit iara reda doerfi, aber er haet miar NATUERLI nid gsait, um was es goht, smile.
Kurza Beschrieb zum Amar: er isch ca. 38 jaehrig, kunnt us em Norda, isch a sprenzli und raucht z viel, haet a ruchi Stimm und a gwelleti "Frisur", hihi...
D Nici isch denn au usa und zu ihm go froga, was er denn welli, aber do haet er grad kei Ziet ka und nu gsait, "laeter, laeter"....
ts ts ts, do will ma oeppis und wenn ma d Chance haetti, verschuecht ma sie wieder...lach!
Aber er haet schlechti Karta so wia's usgseht - er traelleret sit oeppa 2 Wucha immer dia gliech Melodie, und goht dr Nici meh uf da Sack als oeppis anders...       Amar........das wird nuet !!!

16.- 20. Oktober 2008

......sun, fun and nothing to do........ :-))

ab morgen geht es wieder los, Anjuna ist unser naechstes Ziel, hasta pronto, byebye und bis denn... !!!

21. Oktober 2008

Zeit zu gehen...   (aber wir sind schneller zurueck, als wir dachten.... :-)
Das Fruehstueck genossen wir noch in unserem beliebten Guest-House, schliesslich war alles immer sehr fein.
Wir verabschiedeten uns von den Jungs und den anderen Gaesten welche wir kennengelernt hatten und dann ging es los !   
Es folgten ca. 4-5h in oeffentlichen Bussen, bruetender Hitze und etlichem umsteigen, ayayayaaayyyy

Es ging um 12.00 mit der Riksha los, von Palolem zu der grossen Busstation - von da an nach Margao zurueck, ca 1h30min
Danach folgte:
Margao - Panjim
Panjim - Mapusa
Mapusa - Anjuna

Fuer Nicole war dieser Tag, resp. diese Fahrt wieder eine RIESEN HERAUSFORDERUNG und es brauchte natuerlich sehr viel Ueberwindung, jeweils in die von Indern UEBERFUELLTEN Busse zu steigen, zumal es ihr auch nicht so gut ging, aber sie war SUPER !!
(i glauba, bis miar zruck sind in dr Schwiez, isch sie gheilt :-))
 
Ich fuer meinen Teil: mir ging es   b l e n d e n d   .....bis ich im letzten Bus urploetzlich das Gefuehl bekam, sofort sitzen zu muessen oder ins Nichts zu fallen, mein Kreislauf meldete sich frech auf der letzten, kurzen Fahrt bevor wir Anjuna erreichten....
Ich bat einen jungen Inder aufzustehen, plumpste schweissgebadet auf den Stuhl und war nur noch froh, sitzen zu koennen....
Mein Sitznachbar, auch ein junger Inder, fragte mich ein wenig aus, wie es mir gehe, ob ich ev, durstig sei oder sonst was mir fehlen wuerde...
(i glauba, dae haet eifach denkt, i saeg eini vu dena doofa Tourista, wo sich dr Kopf zuadroehnt in Goa mit Hasch oder komischa "Pilzli", hihi..han gsait miar saegi schwarz vor Auga und i gsehn ganz viel Sternli - iar haetten dae Gsichtsusdruck vu ihm gseh soella !! )
Angekommen in Anjuna taumelte ich aus dem Bus, liess mich auf einen kleinen Hocker sacken (kei Ahnig warum doet am Strossarand a Hocker gsi isch, aber SUPER, smile) und der Rucksack wurde mir einfach nachgeschmissen, grins...
Nici rettete mich dann mit einem eiskalten, suessen Cola und schon sah die Welt wieder besser aus !!!

(Typisch miar zwei, dia eint haet Klaustrophobie und dia ander a schwacha Kreislauf, das passt wieder mol :-))

22. Oktober 2008

Das Zimmer in unserem Guest-House "Granpa's-Inn" ist sehr suess eingerichtet, kleiner als in Palolem und nur mit kalt Wasser, aber dafuer hatten wir einen Pool !!
Es war Mittwoch, und der beruehmte Hippi-Markt in Anjuna war unser Tagesprogramm !!

Wir mieteten eine Vespa und gingen hinunter an die Beach, wo auch der Markt jeden Mittwoch stattfand..
Anjuna ist anders aufgeteilt als Palolem,, das ganze Dorf verteilt sich den Strassen entlang, es hat kein typisches Zentrum wie Palolem und ohne Vespa waere man aufgeschmissen...
Das Vespafahren geht dafuer immer besser, und das Hupen hat Nicole auch schon drauf wie die Einheimischen !!! (also i sitza natuerli nu hinnadruf, grins, das waeri lebensgfoehrlich :-))

Der Markt war schon ziemlich gross, ich denke gegen November/Dezember wird er sich ev, noch vergroessern..
Wir schlenderten durch die einzelnen Staende, es gab wirklich alles zu kaufen, von indischen Gewuerzen, ueber Antiquitaeten aus britischen Kolonialzeiten (...boeh...) bis ueber Schmuck, Kleider, Goa-Trance-CD's und Ramsch aller Art !!
Die Hitze machte uns mit der Zeit zu schaffen und so beobachteten wir die Leute von einem kleinen Caffe aus...
In Anjuna trifft man wirklich noch auf ein paar alte, eingesaessene Hippis aus den 70er Jahren, bereits aeltere Leute mit Rastas, Tatoos oder undefinierbarer Kleidung :-)

Den Nachmittag verbrachten wir im kuehlen Pool und schon war ein Tag wieder vorbei in Indien - die Zeit rinnt uns zwischen den Fingern davon...

***
MAMMA MIA, schu 1 Monet lang nuemma aktualisiert, do gits einiges nozhola......zum Glueck isch do in dem Hotel in Thailand z Internet gratis, jupieeee.... NACHTSCHICHT RUFT..... 
23.11.2008 / 22:14

***

23. Oktober 2008

Wir haben eine Vespa und waren in Anjuna - na los zum naechsten, guten Fruehstueck !!!
Das Fruehstueck in unserem Guest-House waere inbegriffen, da wir es aber nicht "mochten", resp. keine Eier mehr sehen wollten/konnten, gingen wir das "Blue Tao" suchen.
Gemaess Reisefuehrer war es eines der wenigen Restaurant in Goa mit selbstgebackenem, richtigem BROT und weiteren Koestlichkeiten, mmmhhhh :-)
Einfaches, gutes Brot kann doch so schnell gluecklich machen, smile !!

Anjuna ist nicht sehr gross und das "Dorf" ist sehr weit verteilt, kein richtiges Zentrum, und da wir mit dem "Pfupf" schnell alles besichtigt hatten, fuhren wir direkt in die naechsten Doerfer Baga und Calangute und machten einen kurzen Abstecher an die Beach.
Der Strand war voll einheimischer Touris, das Meer wild und der Himmel trueb - also setzten wir uns in das naechstbeste Caffe mit amerikanischen Schlager-Songs und beobachteten die Leute (> kleine Anmerkung der Redaktion: uf eina vu da Foetali isch a Frau vu hinna z gseh, sitzend uf am Stuahl, sie ligt aber praktisch uf em Tisch, blonds Hoor im Gsicht und in dr Hand abwechsligswies a Glas Rot- und Wiesswie - eiduetig a paar Glaeser z'viel gsie, ojeeee :-)) 

Auf der Rueckfahrt nach Anjuna wurden wir noch waehrend der Fahrt richtig nass, es fing an in Stroemen zu regnen: Super, haetten wir diese Erfahrung nun auch hinter uns :-)
Pflutschnass und in Anjuna wieder angekommen, erfuhren wir dann im Reisebuero, dass wir keinen direkten Zug nach Hampi haetten, unserem naechsten geplanten Reiseziel...
Die Zuege fahren nicht bis 28. Oktober, aus welchen Gruenden auch immer...
Mmmmhhhhhh und so entschieden wir uns sehr schnell wieder nach Palolem zurueckzukehren und dann von dort aus am 28. nach Margao zu fahren, damit wir den Zug nach Hampi nehmen koennten ( dr Plan haet amol guat toent, aber eba.......grins)
Ich freute mich trotz der Planaenderung wie ein kleines Kind, irgendwie ist uns Palolem einfach im Herzen geblieben, klar wir waren auch schon 2 Wochen dort, aber eines der Hauptgruende, warum wir uns hier so wohl fuehlten, war sicherlich auch das Guest-House :-)) !!
Man musste nicht mehr alles suchen, wir kannten die Strassen, die Caffe's und Restaurant, die Leute.....einfach gemuetlich !

Palolem wir kommen wieder :-) !!

24. Oktober 2008

Was fuer ein Tag !! Ein langer Tag....
Ab zurueck nach Palolem, d.h. wieder 4-5h Fahrt, 4x umsteigen, unzaehlige Leute, schubsen, schleppen, schwitzen, ayayayayayayyyyyyyy.....

Da wir das letzte Mal um 12:00 die Reise begonnen hatten, wollten wir dieses Mal "cleverer" sein und morgens die Reise antreten :-)
Um MIttags waren die Busse meist voll mit Muettern, welche den frischen Fisch am Markt gekauft hatten und mit Schulkindern, die wieder nach dem Unterricht nach Hause gingen...
So starteten wir unsere Reise ca 09:00, der Bus kam um 09:30.......und diesmal war er VOLL mit Leuten die zur Arbeit fuhren, SMILE 
(ev. muemer uessers "Experiment" mol am 07:00 starta, aber es isch au a naivi Vorstellig vu miar, dass in INDIA d Bues zur irgend anere Tagesziet mol nid VOLL sie koennten, grins !!!)

Die Bezahlung der Tickets erfolgt meistens in den Bussen, nicht aber direkt beim Einsteigen sondern irgendwann dann waehrend der Fahrt - ich frage mich jedesmal, wie es der Kassier schafft durch die Menge zu gehen, sich durchzuquetschen, das Geld einzuziehen und einen Ueberblick zu behalten wer bereits bezahlt hat und wer nicht, laufend steigen neue Passagiere ein und andere wieder aus, unglaublich :-)
Vielleicht sollte ich das System der Busse mal erklaeren: ALSO die Busse sind alle schon ein wenig aelter, meist farbig und verbeult :-)
Vorne sitzt der Bus-Chauffeur in seinem "Kabaeuschen", das Gepaeck wird immer vorne bei ihm deponiert, so dass der Bus auch richtig voll mit Menschen kann gefuellt (gestopft) werden - jeder freie cm wird natuerlich genutzt !! 
Dann gibt es wie schon erwaehnt den Kassier, welcher das Geld einzieht und noch einen 3.Mann > der ist fuer alle Haltestellen und fuer das Oeffnen und Schliessen der Tuere zustaendig ! :-)

Wenn eine Person aussteigen moechte, quetscht sich diese durch die Menge und steht dann beim 3.Mann, dem Tueroeffner - dieser gibt einen lauten "Pfiff" von sich: die jungen Tueroeffner pfeiffen mit den Lippen, die schon ein wenig aelteren, zahnlosen Tueroeffner mit der Trillerpfeiffe, smile!!!
Dies ist dann das Signal fuer den Fahrer anzuhalten... und oft wenn dann der Tueroeffner mit der Person aussteigt, bruellt er zig mal den Namen der naechsten Ortschaft, und so steigen dann wieder neue Passagiere dazu... so funktioniert das ganze System, simpel und fuer jedermann verstaendlich: junge, alte, Schulkinder, Geschaeftsleute und und und...:-)

Die Busse fahren sozusagen ohne Fahrplan, aber im minutentakt - anders waere es fuer die ganze Bevoelkerung Indiens gar nicht moeglich!

Angekommen in Palolem hofften wir natuerlich auf ein freies Zimmer in unserem Guest-House und wir hatten Glueck !!!
Natuerlich nicht mehr das identische Zimmer, ein anderes auch im 1. Stock mit Veranda, ein bischen feucht und muffig und mit Blick auf den Hintergarten mit Schweinen und etl. Moskitos, aber wir waren gluecklich wieder hier zu sein ! 
Halleluja and welcome back !!

25. Oktober 2008

Nici ist im Bett !
Und Amar, unser "Service-Angestellter" im Guest-House, oder besser gesagt: unser "CHEF DE SERVICE" ,schmunzel, moechte mit Nici mal sprechen (IMMER NO UND IMMER WIEDER :-)) und etwas zusammen trinken gehen, sososooo... :-)
Nici geht es ueberhaupt nicht gut und es ist Zeit, einen Ruhetag fuer Nici einzulegen!
Sie bleibt den ganzen Tag im Bett, ist bleich, muede, kraftlos, ein wenig fiebrig und hat immer wieder diesen "Duennpf......." :-(

So beschliesse ich alleine zu fruehstuecken und ein wenig Tagebuch zu schreiben... ich bekomme auch immer wieder Gesellschaft von den Jungs, Udi, Ariel und Sholy, welche auch immer noch im Guest-House sind.

Am Nachmittag mach ich dann einen kleinen Rundgang alleine durch Palolem und schlendere durch die Strassenstaende - es war unglaublich, alle fragten nach Nicole !!! so herzig :-))
Der suesse Schmuckverkaeufer, der Mann welche uns eine kleine Ledertasche verkauft hat, am Strand, alle, welche uns nun seit ueber 2 Wochen wie siamesische Zwillinge durch Palolem schlendern sehen :-)

Zurueck im Guest-House gingen wir eine Kleinigkeit essen und dann wieder frueh ins Zimmer .... buona notte und gute Besserung !!!!

Wie gut, dass wir wieder in diesem Guest-House sind, in diesem Zimmer und nicht irgendwo unterwegs im Zug.

26. Oktober 2008

Nici ging es ein wenig besser - doch immer noch zu "schlecht", als dass wir grosse Spruenge machen wollten...
So verbrachten wir den ganzen Tag im Garten :-)
Wir fruehstueckten nachdem wir lange ausgeschlafen hatten und schon bekamen wir wieder Gesellschaft an unserem Tisch - langsam kannte man die Leute, wie auch das Paar aus der Schweiz, sie Schweizerin er Deutsche, welche auch laenger schon in diesem Guest-House gastieren.

Sobald sich Nici wieder ein wenig schlapp fuehlte, ging sie ein wenig ins Zimmer und kam dann spaeter wieder raus, und so verging die Zeit und der Tag gemuetlich ohne das Guest-House zu verlassen.
Zu Abendessen gab es fuer Nici wieder mal nur weissen Reis und gekochtes, ungewuerztes Gemuese in der Hoffnung, ihr Magen moege dies besser vertragen.... a Guata !!! :-)

27. Oktober 2008

Unsere 3 Israeli-Jungs gehen heute nach Hause und wir sitzen noch mit ihnen ein bischen gemuetlich in unserem Guest-House-Garten und fruehstuecken miteinander...
Fuer sie heisst es nun nach Hause fliegen - fuer uns heisst es nun endlich wieder in ein Reisebuero gehen und an unseren weiteren Reiseplaenen zu "feilen", zumal es Nici auch wieder ein wenig besser geht.

Doch da kam schon der naechste "Daempfer" der auf uns wartete...
Den Zug nach Hampi hatten wir bereits gebucht, aber es gab keine Moeglichket danach puenktlich nach Trivandrum in Kerala zu gelangen :-(
Naechstes Problem: No Hampi und auch No Kochi !
Die Moeglichkeit, Kochi zu entdecken faellt leider auch ins Wasser :-( ! Die Zuege sind bis Donnerstag ausgebucht und Samstag werden wir bereits in Kerala, Trivandrum, erwartet, ayayayayayayyyyyy

Es bleibt uns somit nichts anderes uebrig als direkt am Donnerstag nach Trivandrum zu reisen und keine weitere Stadt zu besichtigen - d.h. nochmals 2 weitere Tage in Palolem zu bleiben (AMAR wird es freuen, er musste sich ja bereits 2x von Nicole verabschieden und jedes mal kam sie zurueck, hihihihi)

Frustriert gingen wir an den Strand und mussten uns zugestehen, dass wir nun einfach schon zu lange in Palolem verharren und schon laengstens in einer anderen Stadt sein sollten - anders rum sollte es ev. auch so sein, wenn man bedenkt, dass es Nicole schon seit geraumer Zeit nicht sehr gut ging...
Und da nach einem Frust ein FRUSTESSEN besonders gut schmeckt, besuchten wir wieder mal unser MAGIC ITALY und wurden mit einer feinen Pizza getroestet, hihihi !!

28. Oktober 2008

Gestern wurde der Zug gebucht, heute der Flug von Trivandrum nach Chennai per 08. November, nur 2h Flug... wenigstens hat das gut geklappt, juppie :-)
Ansonsten verlief der Tag ruhig, seeeehr ruhig, man merkt, dass die Jungs nicht mehr im gleichen Guest-House sind, smile

Und Nicole geht es leider wieder schlechter, die Frust-Pizza gestern hat doch nicht so gut getan (... mmhhh..... ) also gibt es fuer sie heute Abend nur wieder Reis und gekochtes Gemuese, schu no gemein, seufz!
Den Nachmittag haben wir ein wenig am Strand verbracht, jedoch die meiste Zeit im schattigen Restaurant, wo Nici ein wenig doeste und wir anschliessend einen laengeren Schwatz mit der Schweizerin aus unserem Guest-House hatten.
(Hihi dia mag ues amel recht unterhalta, redet viel aber uh luschtig, grins. Miar saegen iara au nu Papagei, nid weg em schwaetza unbedingt, aber sie isch immer so farbig agleit, meistens in rot und orange, haet a markanti Brilla, schu fascht wia a bruni Snoeber-Brilla und kann us jedem Feria-Domizial a Spitol-Gschichtli verzella, grins !!)

Am Abend im Zimmer war Nici wieder wie ausgewechselt,  "quitsch-fidel" und munter, sah sich einen Action-Film an und gleichzeitig hoerte sie ein wenig Lieder vom i-Pod, Latinos, sang, tanzte, dokumentierte wieder laut den Film waehrend ich las, das kann ja heiter werden, lach, hoffentlich ist sie wieder ganz gesund :-))!!

29. Oktober 2008

Letzter Tag in Palolem !!!!! 
Diesmal fuehlt es sich aber fuer mich auch "anders" an, wie ein "richtiger" Abschied eben....

Wir fordern das Glueck und den Magen von Nicole wieder mal heraus und goennen uns zum Abschied 1x feines Essen beim Mexicaner und danach, weil es eben so schoen war, noch ein Eis bei unserem Lieblings-Eisverkaeufer B+R !! (also miar sind ues do nid nu am vollstopfa, das wetti nu mol kurz klargstellt ha, grins !)

Und weil wir im Guest-House, Gott sei Dank, bis jetzt immer so Glueck hatten was "Viecher" anbelangt, hatten wir am letzten Abend doch noch Besuch eines Tieres - ein Frosch hatte sich bei uns im Bad gemuetlich gemacht und schaute uns die ganze Zeit beim Duschen zu, smile !! (isch aber zum Gueck no a herziga gsi, haet sich kei bitz bewegt - simmer schu no froh gsi, grins...)

30. Oktober 2008

Unsere Reise beginnt.....
Wie immer geniesse ich das obligatorische Fruehstueck bevor der Tag beginnen kann, Nici ist da am Morgen weniger "waehlerisch" als ich :-)
Um 12.00 geht es los! 
Wir haben ein Taxi bestellt welches uns nach Margao faehrt, diesen Luxus goennen wir uns diesmal fuer 600 Rupien :-)! Unser Zug nach Trivandrum faehrt erst um 14:50 von Margao los und so hatten wir nach der Taxifahrt immer noch genuegend Zeit uns am Bahnhof auf die 16h Zugfahrt vorzubereiten - fuer Nicole war es WORTWOERTLICH eine Vorbereitung MENTALER Art ! 
Unser Zugticket war 3.er Klasse, bis anhin hatten wir immer 2. Klasse.
Die 3.Klass-Abteilung war deshalb eine kleine "Herausforderung", weil in den identisch grossen Kabinen wie der 2.Klasse , 6 Personen schliefen und nicht 4 - d.h. es sind 3 Betten uebereinander, was nicht nur "vollgestopfter" aussieht, aber auch noch ein weiteres Problem mit sich bringt, naemlich das Gepaeck 6Touristen zu verstauen und nicht nur 4 Touristen. 

Wir hofften und beteten fuer einen halbleeren Wagon und mitfahrenden Personen mit wenig Gepaeck - und wir wurden erhoehrt :-)) !!

Wir teilten unser Abteil mit 3 weiteren jungen Reisenden aus England, also waren wir  zu 5t und nicht zu 6t im Abteil, schon mal gut. 
Dass die 3 Britinnen praktisch den ganzen Stauraum fuer das Gepaeck brauchten, lassen wir mal im Raume stehen....no comment..... (bloedi Wieber !!! ).
Dafuer waren 2 gegenueberliegende Liegen frei, wo ich es mir gemuetlich machte und die ganze Fahrt ueber auch niemand mehr kam und reserviert hatte, was fuer ein Glueck !!! (che culo wuer i jetz uf italienisch saega, smile!!!)
Die Fahrt war ok, nicht ueberfuellt und somit angenehm, und wir wurden verwoehnt mit einem kleinen Imbiss, Pepsi, danach gab es Suppe im Becher, indisches Abendessen mit Reis, verschieden Saucen und als Dessert ein Milch-Eis, was will man mehr :-)
Da in Indien die Sonne sehr frueh untergeht machten wir uns bald auch schon 'bettfertig" und legten uns schlafen.
Die Landschaft in der untergehenden Sonne zu beochbachten ist aber traumhaft schoen, Menschen, oft Bauern sieht man ganz vereinzelt auf dem weiten Lande die Arbeit verrichten, Schulkinder laufen nach Hause, einzelne Kuehe liegen gemuetlich auf dem Feld, alles ist in dem warmen, goldenen Licht eingetaucht bis es langsam dunkel und schliesslich Nacht wird...
Manchmal kommt mir Indien wie ein Maerchen vor, wie ein Traum - kann aber auch schon mal zum Albtraum werden; hihi !

Der Zug startete in Margao mit Verspaetung, doch es schien, dass wir waehrend der Nacht unheimlich viel Zeit aufgeholt hatten, so dass wir in Kochi zu frueh ankamen und einige Touristen, so auch unsere Englaenderinnen, den Ausstieg um 05:00 in der Frueh verpasst hatten...
Doch dies war nicht das einzige "Problem", auch fuer uns hatte der Zug noch eine Ueberraschung auf Lager :-)

Langsam wurde es wieder hell im Abteil, der Tag erwachte und der Zug ratterte schnell und holprig Richtung Suedspitze Indiens...
Ploetzlich bei einer unbekannten Haltestelle blieb der Zug lange stehen, zu lange dachten wir, zumal der Bahnhof sehr klein war und keine Passagiere auf dem Gelaende zu sehen waren...
Ein Inder, gekleidet mit Hemd und Tuch um den Hueften gewickelt, kam in unser Abteil und bruellte was aehnliches wie 'last station' durch die Runde...
Ich wusste, dass dies nicht Trivandrum war und somit auch noch nicht Endstation, und war mir sicher, dieser wollte uns Touristen nur "abzocken" und danach mit dem Taxi an die gewuenschte Ziele fahren! Es fehlten nur noch wenige km bis nach Trivandrum...
So war ich ueberzogen, dies gehe nicht mir rechten Dingen zu - als ich mit der Zahnbuerste im Mund, den Mund voller Schaum im Gang stand, und der Inder mir abermals energisch zu erklaeren versuchte dies sei 'last station' , drehte ich mich zu ihm um und zeigte ihm mit boesen Blicken den Vogel !! (han jo z Muul voller Zahnpasta ka und nid koenna antworta !!)
Koennt uns ja auch alle fuer dumme Touristen halten, pah !!!

Da die 3 Girls aus unserem Abteil nichts zu verlieren hatten und sowieso Kochi verpasst hatten, handelten sie mit dem Inder einen Preis aus und zogen von Dannen...nun.......... nicht die schlechteste Entscheidung wie es sich spaeter herausstellte! :-)

Der Zug stand immer noch....und auf einmal gingen alle Lichter aus...als ob der Strom ausgefallen waere und wir hoerten ein Geraeusch, als ob nun der Motor auch seine letzten Atemzuege machte...so, das war's !!
Nun war wirklich Endstation, der Zug faehrt nicht mehr weiter !!
Da sassen wir nun im Niemansland an einem verlassenen Bahnhof, und nun begriff ich auch, weshalb der Inder in den Zug einstieg und abermals Endstation rief, ojeeeeee sorry fuer den Vogel !! :-)

Nicole und ich packten unsere Sachen, mit uns noch 2 Frauen aus Frankreich und ca 30 Inder, welche auch nach Trivandrum wollten. Auf dem ganzen Bahnhofgelaende, klein und ueberschaubar, gab es niemanden den man haette fragen koennen, kein Schalter war offen, keine Angestellten zu sehen, mmhh, und noch viel merkwuerdiger, kein Taxi oder keine Riksha weit und breit !!!
Einer der Inder sprach uns an, aber wir verstanden lediglich, dass er versuchte englisch zu sprechen, aber laaaaaaangsam hindi sprach :-)
Nett gemeint, funktioniert aber leider trotzdem nicht, lach :-)!!!
Die Franzosen wollten ebenfalls in Kochi aussteigen, doch auch sie verpassten den Halt wie die Britinnen, und somit standen sie auch planlos da :-)

Dann kamen noch 2 weitere Inder dazu, wohlhabende, welche mit ihren Familien in Kerala Urlaub geplant hatten. Der eine Inder versuchte sofort unser Hotel zu kontaktieren und die indische Rufnummer herauszufinden. In Trivandrum sollten wir von einem Hotel-Boy abgeholt werden, und somit galt es ihn oder das Hotel zu benachrichtigen.
Der andere Inder welcher auch mit seiner grossen Familie am Bahnhof stand, machte uns den Vorschlag mit ihrem Hotel-Boy bis Trivandrum mitzufahren, ein Taxi dort zu organisieren und uns dann wieder abzuholen: gesagt, getan!!
Manchmal bleibt einem nichts anderes uebrig als einfach den Leuten zu vertrauen und trotzdem wachsam zu sein :-))
Aber die Inder lassen uns wirklich nie im Stich, sie sind extrem hilfsbereit, lassen alles stehen und liegen und eilen zur Hilfe herbei! Wirklich schoen und bewundernswert !!
Wer weiss, wie solche Situationen in anderen Laender ausgehen wuerden.....

Und so sass ich da auf der Treppe, wartete mit den Franzosen und dem Gepaeck bis Nicole wieder kam.... und das Spassige war, Nici kam praktisch gleichzeitig mit einem "fremden" Taxi, wie unser Hotel-Taxi aus Trivandrum an, der von unserem Zug und der Panne gehoert hatte :-)
Und so hatten wir ein voriges Taxi in dem Nicole sass fuer unsere beiden Frauen aus Frankreich, jupie !!

31. Oktober 2008 / 2. Teil

Gluecklich und erleichtert sassen wir im Taxi und ein lustiger, schon fast uebermuetiger Chauffeur brachte uns zum Hotel. Natuerlich haben uns schon alle viel eher erwartet und das Mobile unseres Chauffeurs klingelte abermals mit der Frage wo wir seien, was der Chauffeur widerum nur noch um so lustiger fand und die ganze Fahrt irgendwas lachend erzaehlte, wir aber nichts verstanden und automatisch auch mitlachen mussten...... was fuer eine Fahrt !! :-)
Die Fahrt dauerte ca 30min und wir kamen in Povaar an, wo unser Hotel direkt oberhalb des Meeres seine Bungalows hat: Agastya Ayurveda Garden, was fuer ein Traum !!!
www.ayurveda.ch alli schnell drigucka, superschoen, aber mit Tuecka, hihihi

Ich wollte schon immer in Indien Ayurveda ein wenig kennenlernen und ausprobieren und so war Nicole bereit, dies mit mir auch auszuprobieren, in der Hoffnung, diesen Entscheid nie zu bereuen, smile......
Wir trafen ein und wurden von einem sympathischen Manager empfangen, der uns die ganze Anlage erklaerte und zeigte.
Es hat einige Holz-Bungalows, alles ist aus Naturmaterialien gebaut, das Bad/WC/Dusche unter freiem Himmel :-)
Jedes Bungalow steht alleine, man hat einen eigenen Sitzplatz, Haengematten, alles ist umgeben von Pflanzen, ayurvedischen Heilkraeuter, welche sie dann direkt brauchen um die Salben oder Medizin herzustellen. Die Wege fuehren wie ein Labyrinth durch die riesige, weite gruene Anlage zum Restaurant im Freien oder zum privaten, kleinen Sandstrand, und das Meer hoert man Tag und Nacht, das Rauschen der Wellen ist stets present....... und begleitet dich in den Schlaf.... (wenn ma abgseh vu da andera Gruesch vu Tiarli sich allei uf z Meer konzentriara kann.... :-)

Es ist wirklich unbeschreiblich schoen, hat aber auch seine natuerlichen Tuecken, beisp. MOSKITOS !!!! ( Nici wird regelmaessig ufgfressa, noch em z'Nacht muass sie immer schu ins Bett unter z Moskitonetz, will sie suss vu dena Viecher erstocha wird !!! Do miar aber nu vu 18:00 - 23:00 Strom haend, weder TV no Internet, kann ma eh nu lesa und pfusa :-)))

2. Tuecke: Da wir keinen Strom haben, haben wir logischerweise auch keinen VENTILATOR....die Bungalows sind "offen" gebaut, d.h. das Dach sitzt nicht direkt auf den 4 Seitenwaenden, um eine natuerliche "Lueftung" zu erhalten, und die 3 grossen Fenster sollten zusaetzlich auch fuer "frische Luft" sorgen, smile
Diese Tuecke Nummer 2 erklaert auch, warum Tuecke Nummer 1 ueberhaupt vorhanden ist, zu viele Moskitos da ueberall offene "Loecher" im Bungalow :-)
Und kein Strom und kein Ventilator bedeutet fuer Nici auch keinen Schlaf, da einfach ZU HEISS !!!!
(.... i fuer mien Teil han eba nia z'heiss und Muckastich hani a Bruchteil vu da Stich vur Nici, dia haend mies Bluat nid so gern wia iares, aber pssssst !! :-) 
 
Zu den weiteren Tuecken natuerlichen Ursprungs, s. Horrortag 1. November 2008, BRRRRRRRRRRRRRRR !!!!!

Nun aber weiter zu unserem Tagesablauf: wir werden von einer ayurvedischen Aerztin in unserem Bungalow konsultiert. Sie macht sich Notizen ueber Alter, Gewicht, fragt uns nach dem Empfinden, od. ev. Krankheiten aus, misst uns den Puls, zusaetzlich wird eine Puls-Diagnose am Handgelenk gemacht und die Zunge wird auch noch begutachtet :-)
So werden dann unsere Doshas definiert, Nici ist Pitta (Element FEUER, grins) und ich Vatha (Luft).  Dies erklaert auch unter anderem weshalb Nici immer zu heiss hat und ich oft kalte Haende habe (dia im Buero wuessen wia kalt mieni Haend amel sind, gell Evali :-))

Auch sonst haben wir unterschiedliche "Probleme" (>Nici hockt nu no uf em Klo, und i wenns guat goht 1x in dr Wucha, AUTSCH, und dass sogar in India :-) und sie empfiehlt uns dementsprechend unterschiedliche Massagen und Heilkraeuter.
So, und da waeren wir wieder bei der naechsten Tuecke auf die sich Nicole meinetwegen eingelassen hat, schmunzel!
Wie schon erwaehnt, hat Nicole seit laengerem Probleme mit dem Magen, und alles, was sie zu sich nimmt, kommt sofort wieder raus :-(
Die Aerztin moechte natuerlich "z'Nicali wieder ufpaeppala" und somit erhaelt sie nun jeweils vor und nach dem Essen (3x taeglich) je 2 Pillen, und 1 HAESSLICHES, dunkelviolettes Getraenk in einem Schnaps-Glas, welches nach Kraeuter, Essig und Salz riecht !! WUERG !! (im Verlauf vur Wucha werdens denn sogar 2 Schnapsglaeser, grins)

Hihihi, beim 1. Servieren der Medizin im Restaurant kamen wir uns wie in einer Klinik vor, smile, Patient Nici und 20 weitere "Pensionaere" (sorry, gilt nid fuer alli Gaest :-) mit dem gleichen Schicksal !! :-)
Ich muss lediglich morgens und abends 2 Pillen auf Kraeuterbasis zu mir nehmen (im Bungalow und nicht im Restaurant auf dem Serviertablett, grins), damit auch ich mal wie "normale" Menschen die Toilette oefters besuchen darf (schliasslich haemmer jo do a schoeni Freiluft-Schiessi, smile)

Auch die taeglichen Massagen werden unterschiedlich empfohlen: Ich habe taeglich eine oelige Marma-Massage, sie beruecksichtigt bestimmte Punkte am Koerper und Energie-Linien, aehnlich wie bei der Akupunktur, und zusaetlich erhalte ich noch Fussmassagen (nid mieni Fuess werdern massiert, NEI, sondern i werda mit da Fuess vum Masseur massiert!! Klina und fiena Unterschied, i glauba mieni Fuessli anaheba waehr miar liaber gsi :-))

Da Nicole oelige Massagen nicht liebt und zusaetlich aufgepaeppelt wird, gibt es auch da eine Alternative, super dachten wir, aber auch da wieder mit "boesen" Ueberraschungen, hihi !!
Die Pulvermassage fuer Nici beinhaltet ein gelbes Pulver, das auf dem ganzen Koerper verteilt wird, (Nicole gseht us als ob sie zu Curry verarbeitet wird, lach) dies ist aber noch nicht alles:
Sie wird nicht massiert, NEIN, sie wird am ganzen Koerper GEKLOBEN, autsch !!! Ueberall, ausser im Gesicht, dies angeblich um die Fettzellen zu loesen, damit diese dann ausgeschwemmt werden koennen.......

Arms, arms Nicali, genau sie wo nia oeppis mit Ayurveda am Huat ka haet und so "Saich" au nia usprobiert haetti muass jetz dafuer umsomeh "lieda"..... :-))

01. November 2008

Kurz und buendig: HORRORSZENARIO IM PARADIES !!

Damit wir rechtzeitig zum Fruehstueck eilen koennen, muessen wir hier wieder den Wecker stellen, das Ausschlafen wie in Palolem gehoert der Vergangenheit an :-)
Wir machten uns auf den Weg und finden nun bereits das Restaurant ohne uns im "Labyrinth" des Garden Edens zu verlaufen...
Auf dem Rueckweg geschieht dann das 1. Drama (wia im Film: "Klappe 1, die 1. gilt" oder aehnlich... :-)

Nicole laeuft vor mir, wir sind fast kurz vor dem Bungalow angekommen, PLOETZLICH packt sie mich an der Hand und springt zurueck..... wir begegnen der 1. lebendigen Schlange in Indien!
Es braucht sehr viel Zeit und Ueberwindung den Weg fortzuschreiten > saega nu, Nici haet a Schlangaphobie, aber a richtigi, keine weiteren Details noetig.......
Und das gemeine daran ist, Nicole musste mal wieder dringend aufs Klo! Heul........

Im Bungalow angekommen und ein wenig vom Schrecken erholt, sehen wir wie eine andere Schlange 2x unseren Weg zum Bungalow durchquert - Super, das faengt ja gut an!!
Ich glaube, wir brauchen einen THERAPEUTEN und keine weiteren Massagen oder Pillen, seufz....

Aber wir wollen ja nicht ungerecht sein, auch ich werde heute fairerweise einen riesen Schrecken erhalten...

Damit uns die Schlangen von nun an rechtzeitig "hoeren" koennen, stapfen wir nun wie zwei Nilpferde durch die schmalen Naturwege!! Grins, richtig bescheuert :-)
Und was noch zusaetzlich gemein ist, niemand von den anderen Gaesten hatte bis jetzt Schlangen gesehen, auch diejenigen nicht, die schon seit Wochen hier sind...

Nach dem Mittagessen mussten wir uns beeilen, wir hatten um 14:00 unsere naechste Massage und nur noch 10min Zeit um dringend noch auf die Toilette zu gehen. Nun gut, das Bungalow war zu weit entfernt und so entschied ich mich kurz  fuer die kleine, oeffentliche Toilette hinter der Rezeption und den "Wachmaennern" vorbei.
Die Toilette war winzig und schoen ausgestattet, das Massage-Tuch legte ich kurz in einen Trog wo Frottee-Tuecher fuer die Haende darin verstaut waren, und sah mich kurz um........ 

DA WAR SIE!! Eine riesige Spinne, oben am Fenster, gross wie mein Natel...(so a Viech kasch denn nit mit amena Glas fanga und denn 'usabegleita' wia in dr Schwiez, tsts!! Dia haet jo kei Platz dri, do muasch schu mit anera Vasa usgstattet sie!! )
Sie war hellbraun und zugegeben, schoen gemustert - "schoen gemustert" loest aber bei mir immer Warnsignale aus, a la "schoen gefaehrlich" ..... WAH !!!!!
Nicole habe ich in der Zwischenzeit aus dem Klo herausgeschickt, ich wollte ihr diesen Anblick und einen weiteren Schrecken ersparen!
'Rosy sei tapfer' sagte ich zu mir, 'es geht ja ganz schnell, Hose runter, Hose rauf, spuelen und SOFORT raus, die Spinne bewegte sich ja Gott sei Dank nicht.'..
'Also sei ein kluges Maedchen und ignoriere, dass du in Indien auch schon huepfende, juckende Spinnen gesehen hast, die waren ja immer sehr klein' .......

So sprach ich mir Mut zu und versuchte mich zu beeilen, zog mich an, packte mein Massage-Tuch aus dem Trog und...........SCHRIE kurz aber glaub haeftig auf !!! :-)
Im Trog hatte sich eine zweite Spinne versteckt, wie ich mein Tuch aus dem Trog zog, spickte diese mit meinem Tuch heraus und erschrak wahrscheinlich eben so fest wie ich...
NUR diese Spinne war NOCH GROESSER als diese an der Wand, sie haette gut meine ganze Hand bedeckt, so lang und dick waren die Beine !!!
(Und i han denn nid klieni Haend!! Und dia schwarza, dicka, fetta, haesslicha Spinna wo ma in dr Waeschkuchi haet, sind grad a Scheiss, a Pipifaz dagega, tstststs !!!!)

Nicole rief nur noch "kumm usa, kumm usa", ohne zu wissen was geschehen war, ich rannte raus, sprang an den Waechtern vorbei welche nur amuesiert lachten, als sie hoerten, dass ich wegen einer grossen Spinne schrie :-))

WELCOME TO INDIA - UND DAS IN DR LETSCHTA INDIA-WUCHA, WIA KUNNT DAS NU IN THAILAND :-)))

p.s. dass miar vu dena Exemplar kei Foetali haend verstoht sich vu selbst...... GRINS :-))

02. November 2008

Nicole hat die 2. Pulvermassage ueberlebt.....ihr Bauch schmerzt aber, AUTSCH, und somit wird sie nun ihr Massageprogramm auf Marma-Massage umstellen, grins
Und da ich sie am 1. Ankunftstag ueber die ganzen Pillen und Saefte ausgelacht habe, erhalte ich dafuer taeglich die "Melasse" nach dem Essen, ein dicker, violetter, klebriger Brei oder aehnliches, manchmal fluessiger als an anderen Tagen und immer auf dem Loeffel serviert - Geschmack unbeschreiblich, klebt im Mund und an den Zaehnen, ziemlich zaehfluessig diese Masse.... (mies Pflegmammi haet immer gsait: "wenns gruuusig isch, denn nuetzt"  - na dann rein damit :-) !! )

03. November 2008

Unser 1. Ausflug !!
Wir haben eine kleine Backwater-Tour gebucht im Hotel, ein kleiner Ausflug in einem Boot auf dem See...
Das Besondere daran war, dass wir um 06:00 morgens losfuhren und somit den Sonnenaufgang auf dem Wasser geniessen konnten...
Wir stellten den Wecker um 05:00 morgens, blieben aber noch ein Weilchen liegen; zu frueh fuer uns Langschlaefer ! :-)
Alles war noch stockdunkel, kein Strom, somit auch kein Licht um sich anzuziehen oder im Bad etwas im Spiegel zu erkennen. Lediglich unsere Taschenlampen und 3 Kerzen spendeten Licht....

Unser Manager kam um 05.45 uns abholen, ich glaube, er hatte Angst, dass wir verschlafen :-)
Puenktlich stand er vor der Tuer, angezogen mit Hemd und dem typischen Tuch um den Hueften, anscheinend auch noch fuer ihn zu frueh, um schon perfekt und in Hosen angezogen zu sein :-)
(Nicole und i sind amel richtig niedisch uf dia indischa Maenner, dia haend amel Bei das glaubt kei Mensch, dr Traum vu jedera Frau :-) Und wenns denn no das Tuechli um d Hueft agleit haend, denn koemmend dia Bei no viel meh zur Geltig, eigentli a Frechheit und a Beleidigung fuer ues Fraua, miar wueren alles geh fuer so "Schenkali", lach !! Und vu da Huefta mol ganz abgseh, die Hosaguert goend fascht 2x um dia Tallia....)

Er begleitete uns zum Ausgang wo auch schon unser Taxifahrer wartete - derselbe, der uns am Freitag hierher gebracht hatte.
Mit uns hatten noch zwei weitere, aeltere Paare die gleiche Tour gebucht, unsere Nachbarn sozusagen, Fritz + Vreni und Bruno + Erika, beide aus Zuerich.
Wir fuhren an den See, wo wir auch schon erwartet wurden und stiegen alle zusammen in ein kleines Holzboot, auf dessen sieben Holzstuehle platziert waren.

Die Rundfahrt war wunderschoen, beruhigend und faszinierend zugleich. Die Sonne erschien langsam hinter dem Huegel hervor, wie eine kleine, rote Kugel am Horizont...das Licht glitzerte im Wasser und leichter Dunst schwebte in der Luft....
Wir sahen unzaehlige Voegel, darunter auch wunderschoene Eisvoegel, mit leuchtend blauen Federn!!! Fritz entpuppt sich als richtigen Vogelkenner und erklaerte uns jeweils wie die Voegel heissen - auch im Bungalow hat er Freude an den Kraehen gefunden und "unterhaelt" sich mit ihnen, grins

Der Tag schien langsam zu erwachen, und wir sahen immer mehr Menschen am Ufer, welche sich die Zaehne putzten oder kurz ins kalte Wasser sprangen - Kinder, welche in die Schule mussten, begruessten uns am Wegrand und Frauen wuschen ihre Kleider im Wasser....
Manchmal fuehlt man sich hier um Jahre zurueckversetzt....

Nach dem Rundgang im Boot besichtigten wir noch einen grossen Garten mit Blumen, Fruechten und Gewuerzen, wie Beisp. unsere bekannten "Naegali" oder die Muskatnuss.
(In Gedanka haemmer alli vumana Sunntigsbrota und Stocki traeumt, mhhhhh :-))
Hungrig und schon wieder ein bischen muede kehrten wir ins Hotel zurueck und fruehstueckten im Restaurant.

Am Nachmittag wollten wir mal in einem anderen Hotel einen Besuch abstatten und unsere Mails checken - kaum aus dem Gelaende heraus, blieb ich aber schon wieder auf der Strasse stehen...
Der Gummizug meiner indischen Hose ist geplatzt und ich stand fast "nackt' da, hatte es aber zum Glueck noch rechtzeitig bemerkt und hielt das bischen Stoff noch fest. :-))
Da aber in Indien an jeder Ecke ein "Schneiderladen" vorhanden ist, grazie mille, rief mich ein Inder grinsend zu sich,nahm sofort mass von meinem Bauchumfang, steckte mich in ein Tuch und naehte mir schnell einen neuen Gummizug in die Hosen, nochmals Glueck gehabt, hihi :-))

04. November 2008

Arztvisite vor dem Bungalow !! :-)

Wir werden wieder mal von unseren Aerzten besucht und untersucht - unsere indische Aerztin, welche uns am 1. Tag bereits untersucht hat und zusaetzlich ein indischer Arzt mittleren Alters, beide sehr lustig und immer zu Scherzen aufgelegt :-))
Nicole und mir geht es schon besser, Nici muss nicht mehr sooooooo oft auf die Toilette, dafuer ich regelmaessiger :-)
Anschliessend erhalten wir noch unsere Ration Tabletten, welche wir auch in die Schweiz mitnehmen koennen oder  waehrend unserer Reise noch aufbrauchen, man weiss ja nie....:-)

p.s. ich erhalte vom indischen Arzt noch eine kurze "Handlesung", soso.... das sind ja zwei Komiker die beiden Aerzte! :-)
Also: i werda a langs Leba ha, werda 92Johr alt, han a Boyfriend wo i denn huerota und han 1 Kind, do bini jo gspannt, lach...
Mol luaga, han jo demfall no guati 60 Johr ziet, lach !!
p.p.s. Nici haet zur Sicherheit iari Haend mol versteckt, lach, sie haet gmeint, isch gschieder zum nid alles wuessa, wo sie recht haet, haet sie recht :-)))

05. November 2008

Neuer Ausflug in die Berge !!!! Jupie !! :-)
(Berg = 900m)

Heute um 09.00 hatten wir einen kleinen Ausflug auf eine Teeplantage geplant, Ponmudi Hill. Nicole freute sich riesig, zumal sie sich erhoffte, heute wenigstens ein bisschen Abkuehlung zu erhalten und fuer einen kurzen Moment der Hitze entfliehen zu koennen. :-)
Die Fahrt dauerte gut 2h - quer durch laermende Strassen und Gassen mit typischen indischen Shops und Imbissbuden, bis es langsam immer gruener und ruhiger wurde.
Wir fuhren auch an riesigen Villen vorbei, gestrichen in allen Farben wie lila, orange oder tiefem blau, die Inder lieben das Leben "farbig" :-)
Die Gegend wurde immer laendlicher, bis wir schliesslich auf einer schmalen, holprigen Bergstrasse uns hinaufschlaengelten - es folgte ein dichter, gruener Wald, er war "wild" und alles duftete wuerzig , grosse dicke Baumstaemme saeumten unseren Weg.

Schliesslich erreichten wir den Aussichtspunkt ueber diese Huegellandschaft, welche in Dunst und Nebel eingehuellt vor uns lag, und da es heute bewoelkt war, konnte man tatsaechlich frische, kuehle Luft einatmen !! :-)) Das 1. mal nach gut bald 2 Monaten :-)
(Do d Nici und i aber au sit 2 Mt. nu in FlipFlops unterwegs sind und mit daena haend muessa dr Berg ufakraxla, simmer gliech no ins schwitza ko, grins)

Nach der "Kraxelei" in FlipFlops besuchten wir eine 110 Jahre alte Teefabrik, welche Schwarz-Tee verarbeitet und diesen nach Canada exportiert. Alles wird noch wie vor 100 Jahren manuell verarbeitet, auch die Maschinen scheinen noch aus dieser Zeit zu stammen.
Allgmein werden in Indien
arbeiten noch von Hand errichtet, welche bei uns schon seit etlichen Jahren nicht mehr existieren - auf dem Bau werden beisp. Koerbe mit Sand, Steinen oder Ziegelsteinen gefuellt und danach auf dem Kopf transportiert....unglaublich, die Zeit scheint hier langsamer zu ticken...

Nach der Besichtigung ging die Fahrt wieder 2h zurueck und wir hatten noch Zeit etwas zu essen und uns danach gemuetlich massieren zu lassen - che bella vita !!! :-)

06. November 2008

WIR BRECHEN AUS !! :-)) mmmhhhhh..

Nun, FAST haetten wir eine Woche Ayurveda, resp. Kerala-Food hinter uns, kein Cola oder Pepsi, Sprite oder sonstige Laster, nur Saefte, The oder Wasser!
Keine Menue-Karte, immer das gleiche Schema auf dem Teller, GUTES Essen aber........immer gleich :-)  (gsund halt...grins)

Und heute ist der grosse Tag, hihi, wir haben unsere Massagen auf den Mittag verlegt, damit wir am Nachmittag frei sind, und ins naechste touristische Staedtchen Kovalam "fluechten" koennen: TukTuk fuer hin und zurueck ist bestellt UND unser naechstes Ziel heisst GERMAN BAKERY !!! :-)
Wie gierige Kinder stuerzen wir uns auf die Menue-Karte, uebrigens schoen, wieder eine Menue-Karte lesen zu duerfen und sich auf das Bestellte zu freuen !! :-)
Und wir ergeben uns den "Geluesten" die sich langsam aber stetig sich diese Woche angesammelt haben, grins....
Resultat: ich bestelle 2x Schokikuchen, macht ein Total von 4 Stuecken Schokikuchen hintereinander - dazu Eistee und Cappuccino ! :-)
Nicole faengt mit einem Schokikuchen an, landet dann aber bei einem warmen Kartoffelsalat mit Frankfurter Wuerstchen, hihi !!! Natuerlich auch dies begleitet von einem feinen Eistee und Pepsi !!  Endlich wieder mal Fleisch und kein Chicken !!! :-)

(da ich zu Hause Chips der Schokolade vorziehe und praktisch NIE ein Verlangen nach Schoki habe, mache ich mir hier um so mehr Gedanken ueber meine Gier nach Schoki und co. aber was soll's, noch passen die Hosen..... knapp......... :-))

Voll, voll und nochmals VOLL treffen wir uns wieder mit unserem TukTuk-Fahrer, welcher uns ins Hotel zurueckbringt, wo auch schon bald wieder das Nachtessen auf uns wartet! Puah !!
Da wir einigen im Hotel unseren Plan verraten hatten und auch 3,4 weitere "Suender" in der German Bakery getroffen hatten, grinsten uns einige Hotelgaeste schon von weitem an :-)
Erst recht, als sie hoerten, wie wir freudig zugeschlagen hatten, mhhh :-)

07. November 2008

Letzter Tag im Agastya Garden....... morgen wird wieder der Rucksack gepackt!
Die Nacht war heiss, faeucht und LAUT! :-)
Die Grillen, Voegel und weiss Gott alles fuer Tiere, schienen die ganze Nacht wach zu sein und sich zuzurufen, ein unglaubliches "Konzert" erfuellte die Nacht.

Wir hatten unsere Massagen auf den Morgen verschoben und im Nachhinein muessen wir zugeben, dass dies fuer die ganze Woche die bessere Variante gewesen waere (wir Langschlaefer kommen noch auf den Genuss der fruehen Morgenstunden :-)
Nicole hatte um 07.00 (!!) und ich um 08.00 die Massage, es ist angenehm "frisch" und man fuehlt sich danach fit fuer den restlichen Tag.
Da wir immer von dem gleichen Masseur massiert wurden, gab es dann auch  noch eine herzliche Verabschiedung - immerhin erzaehlten wir uns gegenseitig viel aus dem alltaeglichen Leben und den Familien zu Hause...

Am Nachmittag galt es nur noch einige schoene Fotos der Anlage und vom Strand zu machen, ein langer, gemuetlicher Schwatz mit Bruno, einem Hotelgast, und schon wurde es langsam wieder Abend.....
Das hiess fuer ein letztes Mal (in Kerala) tausende Moskitos, superfeines Kerala-Essen, mit vollem Bauch ins Bett zu gehen und um 21.00 die Augen zu schliessen :-)

BEAUTIFUL ........ aber beautiful for ONE WEEK !!! schmunzel !!

08. November 2008

Diese Nacht hingegen haben wir wunderbar geschlafen, tief und fest !
Auch diesen Morgen mussten wie wieder frueh aufstehen, doch diesmal, um unsere 7 Sachen zu packen - wir taten dies im Freien, vor dem Bungalow, da es drinnen ohne Licht noch zu dunkel war, und wir sicher gehen wollten, dass sich keine Tiere in unsere Sachen eingenistet haben... schliesslich war es ja hier wie im "Dschungel" :-)
Und da es typisch ist fuer uns, doch noch in letzter Minute alles erledigen zu muessen, warteten wir noch sehnlichst auf unsere frische Waesche, die nach Trivandrum in die Waescherei gebracht wurde und, wie koennte es anders sein, irgendwo noch auf der Strasse steckengeblieben war...

Wir verabschiedeten uns von den Leuten, welche wir hier in dieser kurzen Zeit kennenlernen durften, die meisten natuerlich aus der Schweiz :-)
Ein junger, lustiger Taxifahrer brachte uns an den Flughafen, wo wir schlussendlich doch noch viel zu frueh da waren, grins...
Wir hatten fast den ganzen Aufenthaltsraum fuer uns alleine, Snack-Bar war vorhande, ein super grosser TV-Bildschirm hing an der Wand,  indische Pop-Hits liefen auf MTV, lediglich noch eine weitere Familie war da, und die Angestellten summten die Lieder mit.... :-)

Nur die kleinen Propeller-Flugzeuge bereiteten uns ein wenig Sorgen - aber zum Glueck dauerte der Flug ja nur 2h, kunnt schu guat, smile

Angekommen in Chennai ging alles wieder mal ganz schnell :-)
Wir wurden, wie koennte es anders sein, von einem Mann, einem Vermittler eines Hotels angesprochen... und so landeten wir in einem Business-Hotel (genau miar, verschwitzt, zerzaust und mit Riesa-Rucksaeck, grins, miar gsehnd halt schu us wia richtigi Business-Fraua :-))
Da es Wochenende war, hatten wir 40% Rabatt auf ein "luxus Doppelzimmer". Na dann los - immer noch nicht ganz billig, aber besser als in einer 7Mio. Stadt ein Hotel zu suchen und dann doch nichts zu finden.
Unser Hotel war in der Naehe des Flughafens gelegen und somit ideal fuer uns, da es morgen schon wieder weiter ging...

Und womit nun die freien Stunden fuellen? GENAU :-)
Des Raetsels Loesung: Taxi des Hotels fuer 5h mieten, in die Cathedral Street fahren, und das "Hot Bred + Senor Pepe" aufsuchen, ein 2 in 1 Restaurant > kunnt ues natuerli super entgega !! :-)

1. Cappuccino und Brownie, mmmhhhh !!
2. Mexicanische Fajitas und Tacos

Und schon bricht die letzte Nacht in Indien an........was fuer ein seltsames Gefuehl, und wie schnell doch die Zeit vergehen kann........

09. November 2008

Seit Stunden schon sitzen wir auf dem Flughafen in Chennai und ueberbruecken die Zeit mit .....NICHTS tun, "Maunz-Maunz" spielen oder essen! :-)
Wir hatten uns erhofft, dass der internationale Flughafen einer riesigen Millionenstadt sicher einiges zu bieten hat, Shops. Restaurant, ja sogar ein Internet, warum nicht ? :-)
Und so machten wir uns von unserem Business-Hotel um 12.00 auf um die restlichen 12h auf dem Flughafen zu verbringen, im Zimmer war uns langweilig und fuer groessere Stadtbesichtigungen war die Stadt zu chaotisch und vor allem zu verstopft......
Schnell verliert man im Verkehr das Rennen gegen die Zeit!

Also gut, wir kamen an und mussten vor dem Eingang wie ueblich bei den Sicherheitsleuten das Flugticket und den Pass vorweisen, ansonsten darf man den Flughafen nicht betreten: Besucher, Verwandte, Bekannte und unzaehlige Freunde der Passagiere duerfen ihren Liebsten nur in das Gebaeude begleiten, wenn sie einen Eintrittspreis bezahlen...jawohl !
ABER uns wolten sie trotz gueltiger Papiere die Schwelle nicht passieren lassen, wir seien angeblich VIEL zu frueh!! (wo er Raecht haet, haet er Raecht...lach !!)

Nachdem wir aber seine Bedenken nicht nachvollziehen konnten und wir ja FREIWILLIG den Tag im Flughafen verbringen wollten, in der Hoffnung, das restliche Kleingeld zu verpulfern, wurde uns erklaert, dass wir als erstes mal im Restaurant nebenan MIttag essen sollen, um ein wenig die Zeit zu vertreiben. (sorry, isch jetz a recht langa Satz worda, haiaiaiaiai......)
Im Flughafen gaebe es nichts Grossartiges zu essen, geschweige denn zu Shoppen oder etwas zu Beobachten, nada de nada.....

Enttaeuscht assen wir eine Kleinigkeit im Restaurant und wagten uns dann doch in das Gebaeude - obschon wir "verwarnt" wurden, wir duerfen dann nicht mehr raus, hihi.....(wia mit klina Kinder, also dia Inderli sind schu unglaublich :-))

Aber die Sicherheitslaeute hatten recht, es gab tatsaechlich nicht viel zu tun oder zu sehen auf dem ganzen Areal....mmmhhh....Bangkok wird sicher einen interessanteren Flughafen anbieten :-)

BYEBYE INDIA, HELLO THAILAND !!!!!!!!!!!!!